Aktuelle Informationen des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeographie


Exkursion nach Litauen: Regionalentwicklung und Tourismus im Fokus

Vom 17. bis 25. Mai 2024 unternahmen Studierende des Masterstudiengangs Regionalentwicklung und Tourismus, unter der Leitung von Lisann Schmidt, M.Sc., eine fachspezifische Exkursion nach Litauen. Dieser Teil des Moduls „Studienprojekt mit Geländepraktikum“ konzentrierte sich auf die Untersuchung der komplexen Rolle von Vilnius in der Regionalentwicklung des Landes, mit besonderem Fokus auf raumstrukturelle Dynamiken, demographische Entwicklungen, wirtschaftliche Trends und touristische Potenziale.

Vilnius: Dynamisches Zentrum im Fokus

Die Hauptstadt Vilnius lieferte den Studierenden tiefgehende Einblicke in die urbane Entwicklung und ihre vielfältigen Facetten. Sie erlebten hautnah, wie Modernisierung und kulturelle Dynamik zusammenwirken, um das Wachstum und die Transformation der Stadt voranzutreiben.

Trakai und Kaunas: Historische und kreative Impulse

In Trakai, der historischen Wiege Litauens, erlebten die Studierenden, wie tief die Geschichte in die nationale Identität und touristische Anziehungskraft eingewoben ist. Die majestätische Inselburg stand dabei exemplarisch für die Nutzung historischer Stätten in der Regionalentwicklung.

In Kaunas, bekannt für seine pulsierende Kreativwirtschaft, wurden die Studierenden Zeugen, wie künstlerische und kulturelle Initiativen zur wirtschaftlichen Erneuerung und städtischen Regeneration beitragen.

Lazdynai: Transformation und städtebauliche Herausforderungen

Eine von Dr. Giedré Godiené geleitete Tour durch Lazdynai beleuchtete die Aspekte sozialistischer Stadtplanung und deren Wandel. Dieser Teil der Exkursion verdeutlichte die Herausforderungen und Chancen, die mit der Neugestaltung historischer Planungsansätze verbunden sind, und bot den Studierenden wertvolle Einblicke in die kontinuierliche Evolution urbaner Landschaften.

Akademischer Austausch und empirische Feldforschungen

Zahlreiche Treffen mit lokalen ExpertInnen, darunter Frau Prof. Dr. Dovilė Krupickaitė, ergänzten die Feldforschungen der Studierenden und förderten die Verbindung von Theorie und Praxis. Diese Interaktionen erweiterten nicht nur das fachliche Verständnis der Teilnehmenden, sondern bereicherten auch ihre akademischen und beruflichen Perspektiven.

Fazit

Die Exkursion nach Litauen erwies sich als eine außerordentlich erfolgreiche und bereichernde Erfahrung, die den Studierenden ermöglichte, ihr theoretisches Wissen in einem realen Kontext anzuwenden und vertiefte Einblicke in die komplexen Prozesse der Regionalentwicklung zu gewinnen.

 


Young Economic Geographers Network (YEGN) Workshop in Umeå

In der vergangenen Woche nahm mit Max Roessler ein Greifswalder Vertreter am jährlichen Workshop des Young Economic Geographers Network (YEGN) teil. Einem Netzwerk von und für junge Nachwuchswissenschaftler der Wirtschaftsgeographie, zum Austausch und als Stimme mit frischen Perspektiven innerhalb der Disziplin. Dort präsentierte er Ergebnisse des laufenden DFG-Projekts zur Bedeutung von Change Agency, mit einem Fokus auf die Rolle von Narrativen und regionaler Identität in Transformationsprozessen. Mehr über das Netzwerk, die diskutierten Themen und Aktivitäten findet sich im nachstehenden Tweet: https://x.com/max_roessler/status/1797955239058034801?s=46


Early Career Writing Retreat auf Insel Hiddensee

Vom 12. bis 14. April haben sich unsere Doktoranden und Post-Docs der Arbeitsgruppen Human-, Wirtschafts- und Sozialgeographie sowie der Regionalentwicklung zu einem Writing Retreat auf der Insel Hiddensee getroffen.

Neben Literaturstudium und vielen angeleiteten Schreibsessions wurden insbesondere interne Austausch- und Organisationsformate zwischen unseren Arbeitsgruppen weiterentwickelt und verschiedene Aktivitäten zum Teambuilding durchgeführt.


Neues Buch zu Bioökonomie und regionalem Strukturwandel

Der Sammelband "Bioökonomie und regionaler Strukturwandel - Wertschöpfung, Innovation und Nachhaltigkeit planen und umsetzen" führt den aktuellen Wissensstand in Theorie und Praxis zur Bioökonomie zusammen und zeigt die Bedeutung und die Potenziale der Bioökonomie für den regionalen Strukturwandel auf. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf strukturschwachen Regionen. Das Buch beinhaltet neben wissenschaftlichen Beiträgen zu den wirtschaftlichen Grundlagen der Bioökonomie und ihrer Bedeutung für die Regionalentwicklung praktische Ansätze zur Etablierung einer regionalen Bioökonomie sowie zahlreiche innovative Anwendungsbeispiele der Bioökonomie aus dem nordöstlichen Mecklenburg-Vorpommern. Der Sammelband ist im Springer-Verlag erschienen und wurde gemeinsam herausgegeben von Verena Hassel, Daniel Schiller, Stefan Seiberling, Christian Theel und Steffen Fleßa und beruht auf Arbeiten im Rahmen des vom BMBF geförderten WIR!-Bündnis Plant³.


Neue Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Wirtschafts- und Sozialgeographie

Seit dem 01.03.2024 ist Frau Susanne Henne neue wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Wirtschafts- und Sozialgeographie. Frau Henne erwarb einen Bachelor of Business Administration an der Hochschule Stralsund und einen MBA für Internationales Wirtschaftsrecht & Internationale Unternehmensführung an der Universität Rostock. Im Anschluss daran war sie in verschiedenen Funktionen für das schwedische Trade and Invest Council, Invest in MV und das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) tätig bevor sie im Jahr 2022 eine Stelle am Zentrum für Forschungsförderung und Transfer an der Universität Greifswald antrat.

In der Arbeitsgruppe für Wirtschafts- und Sozialgeographie wird Frau Henne das im Rahmen des WIR!-Bündnisses Plant³ vom BMBF geförderte Projekt "NaGeWe-Bio - Entwicklung und Erprobung ganzheitlicher Nachhaltigkeitschecks für Geschäftsmodelle und Wertschöpfungssysteme in Bioökonomieregionen" bearbeiten.

Das Institut und die Arbeitsgruppe begrüßen Frau Henne ganz herzlich!


Neue Publikation zur räumlichen Wirkung der Förderung der Bioökonomie

In einem Beitrag in der Zeitschrift "European Planning Studies" zeigen Leonard Prochaska und Daniel Schiller, dass ländliche Regionen von der Neuausrichtung der Förderpolitik auf Bioökonomie statt Biotechnologie profitieren. Die finanzielle Förderung innovativer Forschungs- und Entwicklungsprojekte bringt häufig das Risiko mit sich, dass regionale Unterschiede weiter wachsen, da wirtschaftlich starke Regionen stärker von dieser Förderung profitieren als strukturell schwache Regionen. Die Ausweitung des Förderfokus von Biotechnologie im engeren Sinn auf ein breites Verständnis von Bioökonomie führt hingegen dazu, dass ländliche Räume stärker an Forschung und Entwicklung partizipieren können und diese Chance auch nutzen. Der Beitrag ist unter folgendem Link mit Open Access verfügbar: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/09654313.2024.2316193.


Greifswalder Geographie bei der Geography of Innovation-Konferenz in Manchester

Die siebte Geography of Innovation-Konferenz wurde vom 12. bis 14. Januar von der University of Manchester ausgerichtet. Aus Greifswald nahmen sechs Personen mit folgenden Aktivitäten teil:

  • Elena Heller: Vortrag zum Thema „Integration Courses and Educational Outcomes: The Impact of a Policy Change on Refugees’ Children in Norway“
  • Yang Liu: Vortrag zum Thema „University-Industry Linkages in China from the Agency Perspective of University Engagement: A Systematic Literature Review and a Research Agenda“
  • Valeria Maruseva (externe Doktorandin, Fraunhofer ISI): Vortrag zum Thema „Spatial Distribution and Determinants of Digital Business Development: Evidence from the Peripheral Regions of Germany“
  • Paula Prenzel: Vortrag zum Thema „Re-evaluating your Location Choices?: Quality of Life and Interregional Migration during the Covid-19 Pandemic“
  • Max Rößler: Vortrag zum Thema „Beyond Organisational Thinness: A Differentiated View of Actor Constellations and Place-based Manifestations of Change Agency in Peripheral Regions“
  • Daniel Schiller: Organisation einer Special Session mit Sebastian Losacker (Gießen) und Teis Hansen (Kopenhagen) zum Thema „Innovation in the Bioeconomy and Regional Sustainability Transitions: Promises, Pitfalls and Contradictions“ mit insgesamt 12 Vorträgen

Literature Review zu universitären Industriekooperationen in China publiziert

Yang Liu und Daniel Schiller haben gemeinsam mit Wenying Fu (Northumbria University) in der Zeitschrift Science and Public Policy einen Beitrag zu universitären Industriekooperationen in China publiziert. Der Beitrag basiert auf einer systematischen Literaturübersicht der Thematik und fokussiert aus der Agency-Perspektive auf das Engagement der Universitäten. Das chinaspezifische externe institutionelle Umfeld und die interne Governance von Universitäten für den Wissenstransfer werden dargestellt und einflussreiche Faktoren für die Einbettung von Universitäten in multiskalare Innovationssysteme erfasst. Die Ergebnisse werden mit westlichen Erkenntnissen vergleichen und eine Forschungsagenda für zukünftige Studien wird vorgeschlagen. Der Artikel ist unter folgendem Link abrufbar.


Neue Mitarbeiterin und neues BMBF-Projekt zu One Health in der Arbeitsgruppe Wirtschafts- und Sozialgeographie

Seit dem 01.10.2023 ist Susan Thomschke, M.Sc. neue wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe für Wirtschafts- und Sozialgeographie. Frau Thomschke war vorher an der Universität Bayreuth tätig und schließt dort derzeit noch ihr Promotionsvorhaben ab. Wir begrüßen Frau Thomschke ganz herzlich!

An der Universität Greifswald bearbeitet Frau Thomschke das vom BMBF-geförderte Forschungsvorhaben "RegioTransformOH – Bedarfe, Promotoren und Barrieren für eine One Health-Region Vorpommern". Ziel des dreijährigen Projekts ist es, ein Konzept für One Health-Regionen zu entwickeln und dieses in Vorpommern zu etablieren. Das Vorhaben ist Teil des T!Raum "One Health-Region Vorpommern".


Lisann Schmidt präsentiert Forschungsergebnisse und Handlungsempfehlungen zur Zusammenarbeit in Städtenetzwerken beim jährlichen Treffen des Nordic City Network (NCN)

Vom 20.-22.09.2023 fand das jährliche Treffen („Lab“) des Nordic City Network (NCN) in Trondheim, Norwegen statt. Das Nordic City Network (NCN) ist ein regional agierendes Städtenetzwerk im Ostseeraum, welches aktuell aus 12 Mitgliedsstädten der Länder Dänemark (inkl. Färöer-Inseln), Norwegen, Schweden besteht und Erfahrungen sowie Best-Practices in Bezug auf eine nachhaltige Stadtentwicklung im Rahmen der Agenda 2030 austauscht.

Inhaltlich stand einerseits die urbane Transformation des ehemaligen Hafengebietes Nyhavna in Trondheim im Fokus. Dabei wurden neben inspirierenden Vorträgen auch Gruppenarbeiten mit dem Ziel der Entwicklung innovativer sozial-inklusiver Lösungen für das Quartier durchgeführt. Andererseits arbeitete das Netzwerk gemeinschaftlich an seiner strategischen Weiterentwicklung. Im Rahmen dessen stellte Lisann Schmidt Forschungsergebnisse aus ihrem Promotionsprojekt vor und formulierte auf der Basis Handlungsempfehlungen zur zukünftigen Organisation des Netzwerkes.

Vielen Dank an die Stadt Trondheim, die das Treffen in Zusammenarbeit mit dem Board des Nordic City Networks organisiert hat.


Zwei Greifswalder Vorträge bei der Regional Innovation Policies Conference

Wir blicken zurück auf eine inspirierende Regional Innovation Policy Conference mit vielen neuen Erkenntnissen und netten Kollegen. Die Tagung fand vom 21. bis 23. September 2023 an der Universität Jönköping, Schweden statt. Frauke Richter-Wilde und Daniel Schiller präsentierten neue Erkenntnisse aus ihrem IFZO-Projekt zu Innovationen bei der Finanzierung von Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen. Max Roessler stellte ein gemeinsames Papier mit Daniel Schiller, Johan Miörner und Markus Grillitsch (beide Universität Lund) zur Konstruktion von regionalen Möglichkeitsräumen aus seinem DFG-Projekt vor. Wir danken der Universität Jönköping für die Ausrichtung, der zum 17. Mal stattfindenden Konferenz!


Lisann Schmidt präsentiert Forschungsergebnisse zur Governance von Städtenetzwerken bei IGU- Konferenz in Budapest

Vom 04. bis 06.09.2023 nahm Lisann Schmidt, M.Sc. an der Konferenz der Commission on Geography of Governance der International Geographical Union (IGU) zum Thema „Paradigm Shifts in Local and Urban Governance” in Budapest, Ungarn teil. Während der Tagung wurden Veränderungen und Innovationen in der lokalen und urbanen Governance vor dem Hintergrund eines zunehmend komplexen politischen Kontextes diskutiert. Die Konferenz bot ein Forum für interdisziplinären Austausch zum Forschungsstand zu diesen Fragen und eine Gelegenheit für Vergleiche zwischen Ländern in verschiedenen Regionen der Welt. Lisann Schmidt, M.Sc. stellte in ihrem Vortrag mit dem Titel „Governance Dynamics in Transnational Municipal Networks: Examples from the Baltic Sea Region” Ergebnisse aus ihrem Promotionsprojekt vor. Damit erweiterte sie den räumlichen Fokus der Konferenz um den Ostseeraum und präsentierte Forschungsergebnisse in Bezug auf Faktoren, die die internen Governance-Prozesse von Städtenetzwerken formen. Vielen Dank an die IGU-Commission on Geography of Governance, die die Konferenz in Zusammenarbeit mit dem Centre for Economic and Regional Studies (MTA Centre of Excellence) in Budapest organisiert hat.


Tagesexkursionen zu den Themen Hochwasserschutz und Erneuerbare Energien

Im Rahmen der Veranstaltung „Spezielle Themen der Humangeographie“ (B.Sc. Geographie) wurden zwei Tagesexkursionen innerhalb Greifswalds angeboten. Frauke Richter-Wilde besuchte mit den Studierenden am 21. Juni 2023 das Sperrwerk in Wieck. Dabei wurden neben dem Sperrwerk selbst die Hochwasserschutzmaßnahmen in Greifswald diskutiert.

Am 12. Juli 2023 stand dann die zweite Exkursion zur Solarthermieanlage der Stadtwerke an. Die Solarthermieanlage ist derzeit die größte in Deutschland und kann ca. 800 Haushalte in Greifswald mit Fernwärme versorgen. Zusätzlich zum Solarfeld besuchten wir die neue Power-to-Heat Anlage. Wir danken dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern als Betreiber des Sperrwerks und den Stadtwerken Greifswald für die sehr informativen und interessanten Führungen.

 


Dr. Vassilis Kitsos stellt seine Forschungsideen zur „Urbanen Waterfront im Ostseeraum“ vor

Am 28. Juni 2023 stellte Dr. Vassilis Kitsos, der momentan als Fellow des Interdisziplinären Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) an der Uni Greifswald zu Gast ist, erste Forschungsergebnisse und neue Ideen zum Thema „Urbane Waterfront im Ostseeraum“ vor. Seine Arbeiten sind an das IFZO-Cluster „Innovation und Policy Mobilities in ländlichen Räumen“ angegliedert und befassen sich mit den radikalen Transformationen, die in den letzten 20 Jahren in mehreren Hafenstädten des Ostseeraums zu beobachten waren.

Seinen Forschungsschwerpunkt hinsichtlich dieser Thematik hat Dr. Kitsos auf die drei polnischen Hafenstädte Gdansk, Gdynia und Szczecin gelegt. Wir danken Dr. Clemens Lisdat, der die Leitung des Kolloquiums übernommen hat und Dr. Kitsos für einen spannenden und anregenden Einblick in seine Arbeitsergebnisse und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm.


Drei Greifswalder Vorträge bei der RSA Annual Conference 2023 in Ljubljana, Slowenien

Vom 14. bis 17. Juni 2023 trafen sich Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen an der School of Economics and Business der Universität in Ljubljana, um aktuelle Forschungsergebnisse und Perspektiven im Bereich Regionalwissenschaft, Wirtschaftsgeographie, Politik und Planung im Rahmen der jährlichen Konferenz der Regional Studies Association (RSA) unter dem Titel „Transforming Regions: Policies and Planning for People and Places“ auszutauschen.

Aus Greifswald nahmen Prof. Dr. Daniel Schiller, Yang Liu, Max Roessler und Lisann Schmidt mit drei Vorträgen teil.

Yang Liu: “Central-local Dynamics of China’s Artificial Intelligence Policy”

Max Roessler: “Beyond Organisational Thinness: A Differentiated View of Actor Constellations and Place-based Manifestations of Change Agency in Peripheral Regions”

Lisann Schmidt: “The Role of Transnational Municipal Networks as Facilitators for Policy Mobilities in the Baltic Sea Region”

Vielen Dank an die Regional Studies Association (RSA), die die Konferenz in Zusammenarbeit mit der School of Economics and Business der Universität Ljubljana und dem Slowenischen Ministerium für Kohäsion und Regionalentwicklung organisiert hat.


Judith Maruschke präsentiert Forschungsergebnisse bei der International Conference on Environmental Psychology (ICEP 2023) in Aarhus

Vom 20. Bis zum 24. Juni fand die International Conference on Environmental Psychology (ICEP) in Aarhus statt. Ein zentrales Thema war die Diskussion, wie der Impact der Umweltpsychologie für einen gesellschaftlichen Wandel zur nachhaltigen Entwicklung durch größere Methodenoffenheit, stärkere Akteursbeteiligung oder neue Themen (z. B. Landwirtschaft, Migration) noch weiter gestärkt werden kann.

Judith Maruschke, Mitarbeiterin im BMBF-Forschungsprojekt Vorpommern Connect, bezog sich in ihrem Beitrag auf einen gesellschaftlichen Ansatz zu konstruktiven Lösung von Landnutzungskonflikten durch das Anheben verschiedener Verständnisdimensionen durch angemessene (Bildungs-)Maßnahmen. Dazu stellte sie Ergebnisse einer Clusteranalyse, Regression und Zusammenhänge mit soziodemographischen Merkmalen zum Verständnis für die landwirtschaftlich geprägte Umwelt in Vorpommern auf Basis einer Bevölkerungsbefragung vor. Dabei konnte sie drei verschiedene Gruppen abgrenzen, die in unterschiedlicher Weise einen Bezug zur landwirtschaftlich geprägten Umwelt haben und sich hinsichtlich ihrer Verständnisprofile deutlich unterscheiden. Ein weiteres Ergebnis ist, dass soziodemographische Merkmale die Zugehörigkeit zu den Verständnisprofilen zwar beeinflussen, jedoch nur geringfügig erklären. In Zukunft sollen weitere Merkmale zur Erklärung der Verständnisdimensionen untersucht werden.


Lehre und Forschung gehen Hand in Hand - Studierende und Mitarbeitende nehmen an Konferenz zu den Visionen für den Ostseeraum teil

Am 01. Juni 2023 fand die VASAB-Experten-Konferenz  „Vibrant, Resilient, Well-connected – The Baltic Sea Region in 2040“ in der Hansestadt Wismar statt.

Studierende des Bachelor-Studiengangs Geographie nutzten die Chance, zukünftige Felder der Regionalentwicklung im Ostseeraum kennenzulernen. Spannende Themen und gute Gespräche blieben ihnen im Gedächtnis. Abgerundet wurde die Exkursion durch einen Austausch mit den Mitarbeitenden des Institutes.  
Jun.- Prof. Paula Prenzel, Frauke Richter-Wilde und Dr. Clemens Lisdat nutzten die Konferenz nicht nur zur Vernetzung, sondern brachten ihre Expertise ein, um den Studierenden die Bedeutung von Konferenzen zu erklären.

Neben den positiven Lerneffekten für die Studierenden wurde so auch der Austausch mit außeruniversitären Expert*innen gepflegt. Alles in allem war es ein höchst erfolgreicher Tag für Forschung, Lehre und außeruniversitäre Vernetzung.


Greifswalder Geograph*innen beim Norddeutschen Doktorandenkolloquium der Wirtschaftsgeographie

Am 20. und 21. März 2023 trafen sich die wirtschaftsgeographischen Arbeitsgruppen der Universitäten Kiel, Bremen und Greifswald zum Norddeutschen Doktorandenkolloquium der Wirtschaftsgeographie in Kiel. Nach zwei Jahren Corona-Pause fand die Tagung endlich wieder in Präsenz statt und bot den Teilnehmenden zwei Tage des spannenden Austausches und Gelegenheit, sich mit Kolleg*innen aus dem deutschsprachigen Raum zu vernetzen und die eigene Forschung zu präsentieren.

Die Greifswalder Wirtschaftsgeographie war mit drei Vorträgen vertreten.

Elena Heller “Exploring the effects of population diversity: social mobility as new outcome variable”

Yang Liu “Central-Local Dynamics of China's Artificial Intelligence Policy”

Lisann Schmidt “The Role of Transnational Municipal Networks as Facilitators for Policy Mobilities in the Baltic Sea Region”

Vielen Dank an die Arbeitsgruppe Wirtschaftsgeographie der Universität Kiel für die diesjährige Organisation der Veranstaltung.


Lisann Schmidt und Max Rößler präsentieren bei der Winter School zum Thema „Advanced Qualitative Methodology and Theorizing in Economic Geography“

Vom 06. bis 10. Februar nahmen Lisann Schmidt, M.Sc. und Max Rößler, M.Sc. an der Winter School zum Thema „Advanced Qualitative Methodology and Theorizing in Economic Geography“ in Bern teil. Dabei erhielten sie gemeinsam mit weiteren Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre methodischen und theoretischen Fähigkeiten auszubauen und auf ihren Erfahrungen in der empirischen Feldarbeit und Datenanalyse aufzubauen. Das Programm bestand aus Hauptvorträgen führender Wissenschaftler*innen der Wirtschaftsgeographie und der Vorstellung aktueller Forschungsergebnisse der Teilnehmenden. Lisann Schmidt, M.Sc. stellte erste Ergebnisse aus einem Papier vor, in welchem sie die Rolle von Städtenetzwerken für die Mobilisierung von Stadtentwicklungspolitiken untersucht. Max Rößler, M.Sc. präsentierte vorläufige Ergebnisse aus dem DFG-Projekt „Die Bedeutung von Change Agency für Innovation und Transformation in relational-peripheren Regionen“.

Vielen Dank an das Institut für Geographie und dem Center for Regional Economic Development (CRED) der Universität Bern, die die Winter School in Zusammenarbeit mit dem EAWAG und der Universität in Lund organisiert haben.


Neues BMBF-Projekt zur gesellschaftlichen Innovationsfähigkeit gestartet

Am Institut für Geographie und Geologie haben zum 01.01.2023 die Arbeiten am neu bewilligten BMBF-Projekt GITpRO „Gesellschaftliche Innovationsfähigkeit und Transformationsprozesse in peripheren Regionen Ostdeutschlands – Engagement, Diskurse und Netzwerke“ begonnen. Das dreijährige Projekt wird gemeinsam von Prof. Paula Prenzel, Prof. Christine Tamásy und Prof. Daniel Schiller geleitet. Die Projektbearbeiter sind Ihar Buika, Tillmann Meisel und Johannes Müller. Das Projekt hat das Ziel, die gesellschaftlichen Grundlagen der Innovationsfähigkeit in zwei ausgewählten ostdeutschen Regionen (Vorpommern, Oderland-Spree) zu analysieren und daraus gemeinsam mit regionalen Praxispartnern Strategien und Instrumente abzuleiten, mit denen die Innovationsfähigkeit gestärkt werden kann, um positive transformative Wirkungen zu entfalten.


Zwei neue Mitarbeitende in der Arbeitsgruppe Wirtschafts- und Sozialgeographie

Seit dem 01.01.2023 sind Frau Lina Singelmann, M.Sc. und Herr Ihar Buika, M.Sc. neue wissenschaftliche Mitarbeitende in der Arbeitsgruppe Wirtschafts- und Sozialgeographie.

Frau Singelmann erwarb zunächst einen B.Sc. Geographie an der Universität Greifswald. Im Jahr 2022 schloss sie dort auch den M.Sc. Regionalentwicklung und Tourismus ab. Am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie wird Frau Singelmann das im Rahmen des WIR!-Bündnisses Plant³ vom BMBF geförderte Projekt „Regionale Innovationsanalyse und Weiterentwicklung der Innovationsstrategie“ bearbeiten.

Herr Buika schloss zunächst ein Diplom in Geoökologie in Weißrussland ab und erwarb 2020 einen M.Sc. in Humangeographie, Stadt- und Regionalforschung an der Universität Bayreuth. Von 2020 bis 2022 arbeitete er als Projektmanager beim Regionalverband Ostwürttemberg. Am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie wird Herr Buika das BMBF-Projekt GITpRO „Gesellschaftliche Innovationsfähigkeit und Transformationsprozesse in peripheren Regionen Ostdeutschlands“ mit Fokus auf regionale Akteursnetzwerke bearbeiten.

Das Institut und die Arbeitsgruppe begrüßen Frau Singelmann und Herrn Buika ganz herzlich!


Max Rößler präsentiert Erkenntnisse zur Bedeutung von Change Agency im Rahmen des EU-Commissioner‘s Seminar in Brüssel

Am 01.12.202 präsentierte Max Rößler, M.Sc. erste Ergebnisse des DFG-Projekts „Die Bedeutung von Change Agency für Innovation und Transformation in relational-peripheren Regionen“ im Rahmen des zweiten EU-Commissioner’s Seminar on Cohesion Policy in Brüssel.

Das von der EU-Kommissarin Prof. Dr. Elisa Ferreira in Kooperation mit der Regional Studies Association Europe initiierte Seminar bot insgesamt fünf Early-Career Wissenschaftlern die Möglichkeit, ihre Forschung zu präsentieren und anschließend mit einem hochrangigen politischem Fachpublikum im Directorate-General for Regional and Urban Policy (DG REGIO) zu diskutieren.

Der Schwerpunkt des Seminars lag auf Innovationen als Werkzeug und Ziel von Regionalpolitik. In diesem Zusammenhang wurden die Change Agency Perspektive und das laufende Vorhaben angeregt diskutiert. Anschließend stand die Vernetzung zwischen interessierten Akteuren der EU-Kommission und innerhalb der Forschenden aus ganz Europa im Mittelpunkt und lieferte viele Impulse für die anstehenden Projektphasen im DFG-Vorhaben.


Lisann Schmidt und Max Rößler präsentieren beim 37. Arbeitskreis Industriegeographie

Die 37. Tagung des AK Industriegeographie fand am 24./25.11.2022 nach zwei Jahren Corona-Pause wieder in Präsenz in Wiesbaden-Naurod statt. Lisann Schmidt, M. Sc. präsentierte erste Ergebnisse eines Papiers aus ihrem Promotionsprojekt zu Policy Mobilities im Ostseeraum, in dem sie die besondere Bedeutung transnationaler Städtenetzwerke betrachtet. Max Rößler, M.Sc. präsentierte seine Forschungsergebnisse zur regionalen Einbettung der Tesla Gigafactory in Brandenburg mit Fokus auf die politische Dimension bei der Einbettung der multinationalen Tochtergesellschaft. Gemeinsam mit Prof. Dr. Daniel Schiller bot die Tagung den beiden Promovierenden eine gute Gelegenheit sich mit Kolleginnen und Kollegen aus dem deutschsprachigen Raum zu vernetzen, vielfältige wirtschaftsgeografische Themen zu diskutieren und die eigene Forschung zu präsentieren.


Judith Maruschke präsentiert Bevölkerungsprofile des Verständnisses für die landwirtschaftlich geprägte Umwelt in Vorpommern auf der Conference on Environmental Psychology in Lillehammer

Am 17. und 18. November 2022 fand die Conference on Environmental Psychology an der Inland Norway University of Applied Sciences in Lillehammer statt. Diskutiert wurden empirische Methoden und Theorien zu aktuell relevanten Themen des nachhaltigen Verhaltens mit Fokus auf Transport, Klima, Erholung, Gesundheit und Natur sowie die virtuelle Umwelt. Ein wichtiges Anliegen der Tagung war die Erhöhung der Lösungsorientierung (impact) umweltpsychologischer Forschung durch eine Orientierung an praktischen Problemen. Ein besonderer Fokus wurde darauf gelegt, wie das wissenschaftliche System unmittelbar Nachhaltigkeit gestalten kann sowohl in den Universitäten selbst, als auch beim Reisen zu Konferenzen.

Judith Maruschke, Mitarbeiterin im BMBF-Forschungsprojekt Vorpommern Connect, bezog sich in ihrem Beitrag auf Landnutzungskonflikte im Stadt-Land-Kontext. Sie stellte die Ergebnisse einer Clusteranalyse zum Verständnis für die landwirtschaftlich geprägte Umwelt in Vorpommern auf Basis einer Bevölkerungsbefragung vor. Dabei konnte sie drei verschiedene Gruppen abgrenzen, die in unterschiedlicher Weise einen Bezug zur landwirtschaftlich geprägten Umwelt haben und sich hinsichtlich ihrer Verständnisprofile deutlich unterscheiden. Das gewählte Vorgehen hat das Potenzial, Akteurskonstellationen bei Landnutzungskonflikten zu beschreiben und Ansätze zur Konfliktlösung abzuleiten.


Judith Maruschke präsentiert Forschungsergebnisse zu Verständnisprofilen der landwirtschaftlich geprägten Umwelt auf der Jahrestagung des Leibniz-Instituts für Ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden

Am 22. und 23. September 2022 fand die Jahrestagung des IÖR zum Thema „Raum und Transformation: lebenswerte Zukünfte“ in Dresden statt. Voraus ging eine Sommerschule für Nachwuchswissenschaftler*innen zum gleichen Thema. Dabei standen komplexe Konzepte wie die Transformationen in eine nachhaltige Richtung und konkrete Themen wie beispielsweise Urban Gardening und Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen im Fokus.

Als ein zentrales Handlungsfeld wurde das Entgegenwirken einer Entfremdung der Gesellschaft von der Natur und der Landwirtschaft identifiziert. Hierbei können selbst alltägliche Kontakte durch einen eigenen Garten, einen Balkon oder Urban Gardening einen positiven Einfluss auf den Umgang mit Lebensmitteln und das Verständnis der Entstehung von Essen haben.

In der Themensitzung zu Mensch-Natur-Beziehungen präsentierte Judith Maruschke, Mitarbeiterin im BMBF-Projekt Vorpommern Connect ihre Forschungsergebnisse. Sie stellte das Konstrukt des Verständnisses der landwirtschaftlich geprägten Umwelt vor und ging dabei insbesondere auf unterschiedliche Verständnisprofile ein, die am Beispiel der Bevölkerung Vorpommerns durch eine Clusteranalyse herausgearbeitet wurden.

Das Book of Abstracts zur IÖR 2022 kann unter diesem Link abgerufen werden.


Zwei Greifswalder Vorträge auf der GEOINNO 2022 in Mailand

Vom 4. bis 6. Juli 2022 fand die sechste Geography of Innovation Conference (GEOINNO) an der Bocconi Universität in Mailand statt. Die Konferenz vereint innovationsbezogene Themen aus Wirtschaftsgeographie, Regionalwissenschaft und vielen weiteren Disziplinen. Aus Greifswald nahmen Elena Heller, Lena Stock, Prof. Dr. Paula Prenzel und Prof. Dr. Daniel Schiller teil.

Elena Heller präsentierte erste Ergebnisse ihres Promotionsprojekts zum Thema “Regional inclusiveness: institutional factors and the innovative effects of cultural diversity in European regions”. Gemeinsam mit Paula Prenzel erforscht sie den Zusammenhang zwischen kultureller Diversität und Innovation. Da Innovationsprozesse immer in einen sozialen Kontext eingebettet sind, beleuchtet dieses Projekt, inwiefern informelle regionale Institutionen dieses Zusammenspiel beeinflussen. Mithilfe von Befragungsdaten wurden Regionen in mehr oder weniger inklusive Regionen differenziert, um zu untersuchen, ob inklusivere Regionen stärker vom innovativen Potenzial kultureller Diversität profitieren könnten.

Lena Stock hielt einen Vortrag mit dem Titel “An exploration into global-local dynamics of emerging opportunity spaces - The example of the bioeconomy in a structurally weak region”. Ziel des Forschungsprojekts ist es, die gegenseitigen Einflüsse globaler und regionaler Entwicklungsprozesse im Zuge der Etablierung einer regionalen Bioökonomie in strukturschwachen Regionen zu untersuchen. Im Fokus steht hierbei die besondere Rolle von Schlüsselakteur*innen sowie deren aktive Einflussnahme auf diese Prozesse.


Ergebnisse zur Befragung „Bedürfnisse von Jugendlichen In Greifswald“

Im Sommersemester 2022 haben Bachelor-Studierende der Geographie 289 Jugendliche zum Thema „Bedürfnisse von Jugendlichen in Greifswald“ befragt. Hierbei wurden die in Greifswald vorhandenen Freizeitangebote mit einer Durchschnittsnote von 2,8 bewertet. Die Jugendlichen wünschen sich vor allem mehr Vielfalt bei den vorhandenen Freizeitmöglichkeiten. Im Kontext dessen wurden insbesondere eine Eis- sowie Skatehalle häufig genannt.

In ihrer Freizeit treffen sich knapp 90 % der Befragten vornehmlich mit ihren Freunden. Auch sportliche Aktivitäten stehen bei 62 % der Jugendlichen hoch im Kurs. Als beliebte Treffpunkte werden dabei zum größten Teil zuhause sowie die Parkanlagen und Grünflächen in Greifswald angeführt. Hierneben spielen für die Befragten aber auch Cafés und Restaurants eine Rolle als Begegnungsorte. Eine detaillierte Auswertung der Befragungsergebnisse ist hier zu finden.

Anschließend an die Befragung werden die Studierenden Experteninterviews durchführen, um vertiefende Informationen zur Thematik zu erhalten.


Acht Vorträge bei der Global Conference on Economic Geography in Dublin

Die Global Conference on Economic Geography (GCEG) fand vom 7. bis 10. Juni 2022 in Dublin statt. Die Arbeitsgruppen Wirtschafts- und Sozialgeographie sowie Regionalentwicklung waren zahlreich vertreten. Insgesamt acht Doktorandinnen und Doktoranden hielten in unterschiedlichen Sessions die folgenden Vorträge:

  • Ting-Chien Chen: “The role of labor market intermediaries and social upgrading in global production networks: the case of migrant labor in the Taiwanese semiconductor industry”
  • Elena Heller: "Regional inclusiveness: institutional factors and the innovative effects of cultural diversity in European regions"
  • Yang Liu: “China-specific institutional characteristics of university engagement with industry (UEI): a systematic literature review”
  • Judith Maruschke: “The construct of ‘understanding’ of the agriculturally shaped environment as an indicator for sustainable development”
  • Max Mittenzwei: “What does the bioeconomy look like and why does it matter?”
  • Frauke Richter: “The role of middle-order centres for the provision of public goods.
    Empirical results from Germany”
  • Lisann Schmidt: „The role of transnational municipal networks as facilitators for policy mobilities in the Baltic Sea Region”
  • Lena Stock: “An exploration into global-local dynamics of emerging opportunity spaces - the example of the bioeconomy in a structurally weak region”

Darüber hinaus organisierten Daniel Schiller und Christine Tamásy eine Special Session zum Thema “Fragmented Transformations in the Baltic Sea Region: Actors, Institutions, and Processes”.


Judith Maruschke präsentiert Forschungsergebnisse zum Verständnis der landwirtschaftlich geprägten Umwelt auf dem European Landscape Ecology Congress (IALE 2022)

Vom 11. bis 15. Juli 2022 fand der Kongress der European Association for Landscape Ecology (IALE-Europe) in einem Online-Format unter dem Thema „Making the Future, Learning from the Past” statt. Ausrichterland war Polen. Im Mittelpunkt standen Themen der Landschaftsökologie, der nachhaltigen Landnutzung und des Umgangs mit dem Klimawandel. Es fanden unter anderem Symposia zu immateriellen Landschaftswerten, zu optischen Methoden der Landschaftsbewertung, zu Umgang und Nutzung von Big Data durch GIS-basierte Ansätze und zu zukünftigen Möglichkeiten zur nachhaltigen Nutzung von Landschaften statt.

Im letztgenannten Symposium präsentierte die Vorpommern Connect-Mitarbeiterin Judith Maruschke, M.Sc. aus der Arbeitsgruppe Wirtschafts- und Sozialgeographie der Universität Greifswald. Sie stellte die theoretische Herleitung und empirische Überprüfung des Konstrukts des Verständnisses der landwirtschaftlich geprägten Umwelt vor. Das Konstrukt „Verständnis“ leistet ein Beitrag zur Konfliktlösung im Falle verschiedener Ansprüche an die Ressource Land und ist damit ein wichtiger Faktor für eine nachhaltige Entwicklung. In den anderen Vorträgen des Symposiums wurden Beispiele aus der Praxis gezeigt, die bereits einen ähnlichen Ansatz nutzen, sodass Bezüge zwischen Theorie und Anwendung hergestellt werden konnten.

Das Book of Abstracts zur IALE 2022 kann unter folgendem Link abgerufen werden: Book of Abstracts 

 


Frauke Richter präsentiert Forschungsergebnisse auf der IGU-Konferenz in Paris

Die Jubiläumskonferenz zum 100-jährigen Bestehen der International Geographical Union (IGU) fand vom 18. bis 22. Juli 2022 in Paris statt. Bei sommerlichen Temperaturen von bis zu 38°C trafen sich mehrere tausend Geograph*innen unter dem Motto “Time for Geographers“ in der Sorbonne Universität. Im Themenschwerpunkt „Local And Urban Governance“ präsentierte Frauke Richter Ergebnisse ihres Dissertationsprojekts. Unter dem Titel „Fiscal implications of central places for municipal budgets - empirical results from Germany“ wurden die Zusammenhänge zwischen zentralörtlichen Festlegungen und kommunalen Finanzen aufgezeigt sowie die Bedeutung von Mittelzentren für die Daseinsvorsorge in ländlich-peripheren Räumen diskutiert.


Neuer Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Wirtschafts- und Sozialgeographie

Seit 01.06.2022 ist Herr Felix Schmidt, M.Sc. wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Wirtschafts- und Sozialgeographie. Herr Schmidt erwarb zunächst einen B.Sc. Geographie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Im Jahr 2021 schloss er den M.Sc. Wirtschaftsgeographie an der Philipps-Universität Marburg ab. Im Anschluss war er zunächst in der Wirtschaftsförderung und beim Statistischen Bundesamt tätig. An der Universität Greifswald wird Herr Schmidt das BMBF-Projekt „Aufgabenverantwortung und Finanzierungssysteme für Daseinsvorsorge und Regionalentwicklung in ländlichen Räumen des Ostseeraums“ im Rahmen des Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum (IFZO) bearbeiten. Im Kontext dieses Projekts wird Herr Schmidt auch seine Dissertation anfertigen. Das Institut und die Arbeitsgruppe begrüßen Herrn Schmidt ganz herzlich!


IFZO-Projekt zu Aufgabenverantwortung und Finanzierungssystemen für Daseinsvorsorge und Regionalentwicklung in ländlichen Räumen des Ostseeraums gestartet

Das Ziel des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekts [verlinken] ist es, die Bedeutung der Finanzierungssysteme für die Erfüllung von Aufgaben im Bereich der Daseinsvorsorge und der Regionalentwicklung in ländlichen Räumen des Ostseeraums zu untersuchen. Aufgrund des hohen Anteils zentrenferner ländlicher Räume ist diese Thematik in den Staaten des Ostseeraums von hoher Bedeutung. Gleichzeitig finden sich verschiedene Formen des Umgangs mit den damit verbundenen Herausforderungen. Im Forschungsverlauf werden daher zunächst die Zuordnung der Aufgabenverantwortung auf die Verwaltungsebenen und die relevanten Finanzierungssysteme in den Staaten des Ostseeraums beschrieben. Anschließend wird erklärt und bewertet, wie sich diese Unterschiede auf die Aufgabenerfüllung auswirken. Ein ergänzendes Augenmerk liegt auf den kurz- und mittelfristigen fiskalischen Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Resilienz der Kommunalfinanzen in ländlichen Räumen. Das Projekt ist Teil des Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum (IFZO) und dort im Cluster „Innovationen und Policy Mobilities im ländlichen Ostseeraum“ angesiedelt. Projektleiter ist Prof. Dr. Daniel Schiller. Das Projekt wird von Herrn Felix Schmidt, M.Sc. bearbeitet.


Befragung im Rahmen der empirischen Sozialforschung

Studierende des Bachelorstudiengangs Geographie führen in diesem Jahr eine Befragung zum Thema „Bedürfnisse von Jugendlichen in Greifswald“ durch. Dabei stehen die Themen Freizeitgestaltung und Aufenthaltsorte im Fokus. Wir freuen uns über eine praxisnahe Zusammenarbeit mit der Quartierskoordinatorin Dr. Ruth Bördlein. Die Ergebnisse der Befragung sollen die Entwicklung bzw. Fortschreibung der Integrierten Handlungskonzepte für die Stadtteile Schönwalde I, Schönwalde II, Ostseeviertel und der Südstadt unterstützen.

Die Befragung findet im Rahmen des Moduls „Methoden der empirischen Sozialforschung“ unter der Leitung von Frauke Richter statt.


DFG-Projekt zur Bedeutung von Change Agency für Innovation und Transformation in relational-peripheren Regionen gestartet

In dem auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekt wird ein besseres Verständnis entwickelt, wie Akteure außerhalb der wirtschaftlichen Zentren die Möglichkeiten erfassen und nutzen, die sich durch die Megatrends der Digitalisierung und der Nachhaltigkeitsorientierung für die Regionalentwicklung ergeben. Das Vorhaben nutzt eine qualitative, akteurszentrierte Methodik und ist in der Innovations- und Transformationsforschung verortet. In Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe werden qualitative und quantitative Ergebnisse zusammengeführt. Projektleiter in Greifswald ist Prof. Dr. Daniel Schiller. Das Projekt wird von Herrn Max Rößler, M.Sc. bearbeitet.


Neuer Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Wirtschafts- und Sozialgeographie

Seit 01.04.2022 ist Herr Max Rößler, M.Sc. wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Wirtschafts- und Sozialgeographie. Herr Rößler erwarb zunächst einen B.Sc. Geographische Wissenschaften an der Freien Universität Berlin. Im Jahr 2022 schloss er den M.Sc. Regionalentwicklung und Tourismus an der Universität Greifswald ab. Im Rahmen seiner Tätigkeit an der Universität Greifswald wird Herr Rößler das DFG-Projekt „Die Bedeutung von Change Agency für Innovation und Transformation in relational-peripheren Regionen“ bearbeiten. Im Kontext dieses Projekts wird Herr Rößler auch seine Dissertation anfertigen. Das Institut und die Arbeitsgruppe begrüßen Herrn Rößler ganz herzlich!


BMBF-Forschungsprojekt ChiKUBIG ist gestartet

Seit Oktober 2021 kooperiert die Greifswalder Wirtschafts- und Sozialgeographie mit Kolleginnen und Kollegen der Leibniz Universität Hannover (LUH) im Projekt ChiKUBIG – Chinaspezifische Merkmale der Entstehung von Innovationen in künstlicher Intelligenz und Umweltschutz. Das Projekt wird für drei Jahre durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. ChiKUBIG untersucht die spezifisch chinesischen Einflussfaktoren von Innovation in den Themenbereichen Künstliche Intelligenz und Umwelttechnologie. Die Thematik wird aus drei Perspektiven betrachtet: Kreativitätsentwicklung im Bildungssystem (Prof. Dr. Steffi Robak, LUH), institutionelle Rahmensetzung für Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft (Prof. Dr. Daniel Schiller, Uni Greifswald) und Organisation in Großprojekten (Prof. Dr. Ingo Liefner, LUH). Projektleiter in Greifswald ist Prof. Dr. Daniel Schiller. Das Projekt wird von Frau Yang Liu, M.Sc. bearbeitet.


Online-Dossier „Ländliche Räume“ der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlicht

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Greifswald ein Online-Dossier zu Ländlichen Räumen erstellt. Die Beiträge dieses Dossiers zeigen auf, was das Leben in den ländlichen Räumen insbesondere Ostdeutschlands prägt, welche Entwicklungsmöglichkeiten auf dem Land bestehen und welche Lösungsansätze vor Ort entwickelt werden. Prof. Dr. Daniel Schiller hat Beiträge zu „Innovationen und Wertschöpfung in ländlichen Räumen“ und „Kommunalstrukturen, kommunale Finanzen und politische Repräsentation in ländlichen Räumen“ beigesteuert.


Greifswalder Geographin bei der PhD Summer School Urban Arctic

Vom 16. bis 20. August nahm Lisann Schmidt an der Sommerschule zum Thema „Sustainable Urban Development in Resource-Extraction Territories: The Arctic as a Case Study" im schwedischen Kiruna teil. Während des einwöchigen Kurses beschäftigten sich die Teilnehmer*innen in diversen Vorträgen, Workshops, Feldstudien und Besuchen mit der Frage, wie eine nachhaltige Entwicklung in arktischen Gebieten, in denen Rohstoffe abgebaut werden, durch lokale und globale Trends geformt und verändert wird. Die Teilnehmer*innen wurden einerseits in lokale Fallstudien und relevante Themen eingeführt und andererseits aufgefordert, ihre eigene Forschung zu präsentieren. Die Teilnehmer*innen aus unterschiedlichen Fachbereichen präsentierten zudem im Rahmen einer Gruppenarbeit eine eigene Forschungsagenda, die sie während der Sommerschule entwickelten. Die Gruppenarbeit wird auch nach Ende der Sommerschule weitergeführt. Die Forschungsergebnisse sollen im Anschluss im Journal „Urban Planning“ publiziert werden.

Vielen Dank an die Technische Universität Luleå, die die Summer School in Zusammenarbeit mit der Universität Lappland und der Arktischen Universität Tromsø organisiert hat.


Das Institut begrüßt Frau Yang Liu als neue Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Wirtschafts- und Sozialgeographie

Seit 01.08.2021 ist Frau Yang Liu, M.Sc. wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Wirtschafts- und Sozialgeographie. Frau Liu studierte zunächst den B.Sc. Resources Environment & Urban and Rural Planning Management an der Sun Yat-Sen University in Guangzhou, China. Danach arbeitete sie als Stadtplanerin beim Guangxi Urban-Rural Planning and Design Institute. Mit einer Förderung durch den DAAD absolvierte sie anschließend den M.Sc. Land Management and Land Tenure and der Technischen Universität München und schloss dieses Studium mit der Auszeichnung als Jahrgangsbeste ab.

Im Rahmen ihrer Tätigkeit an der Universität Greifswald wird Frau Liu das BMBF-Projekt „Chinaspezifische Merkmale der Entstehung von Innovationen in künstlicher Intelligenz und Umweltschutz“ (ChiKUBIG) mit Fokus auf den Wissenstransfer aus Universitäten und Forschungseinrichtungen bearbeiten und im Zusammenhang mit dieser Tätigkeit auch ihre Dissertation anfertigen. Das Institut und die Arbeitsgruppe begrüßen Frau Liu ganz herzlich!


Erfolgreiche Disputation von Leonard Prochaska

Leonard Prochaska hat am 25. März 2021 seine Doktorarbeit erfolgreich verteidigt. Die Dissertationsschrift trägt den Titel „From Biotechnology to Bioeconomy: Policy Transition, Spatial Implications, and Regional Path Development“. Betreuer und Erstgutachter der Arbeit war Prof. Dr. Daniel Schiller. Das Zweitgutachten übernahm Prof. Dr. Tom Brökel, Universität Stavanger/Norwegen. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Verteidigung leider digital stattfinden. Trotzdem war der Rahmen den Umständen entsprechend feierlich. Wir gratulieren Herrn Prochaska ganz herzlich!


Bericht über Bioökonomie-Projekte des Lehrstuhls im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2020/21

Im Rahmen des Wissenschaftsjahres Bioökonomie 2020/21 berichtet Prof. Dr. Daniel Schiller in der Rubrik „Köpfe des Wandels“ über die Schaffung nachhaltiger Stadt-Land-Beziehungen durch die Bioökonomie. Der Bericht ist unter folgendem Link abrufbar.

Die Etablierung einer wissensbasierten Bioökonomie in ländlichen Räumen bietet die Chance, nachhaltige Formen der Landnutzung zu realisieren. Den Ausgangspunkt dafür bildet die praktische Anwendung neuen Wissens über innovative Formen der Nutzung biologischer Ressourcen. Die Vision einer nachhaltigen Transformation ländlicher Räume besteht darin, den ökonomischen, sozialen und ökologischen Ansprüchen verschiedener Bevölkerungsgruppen gerecht zu werden.

Dieses Ziel kann erreicht werden, wenn bei der Entwicklung und Umsetzung wirtschaftlich tragfähiger Nutzungskonzepte für die Ressource Land von vornherein die ökologischen Wirkungen berücksichtigt und abgewogen werden. Außerdem sind verschiedene gesellschaftliche Gruppen und Interessen in einem offenen Dialogprozess auf Augenhöhe einzubeziehen. An der Universität Greifswald werden derartige Lösungsansätze unter anderem im WIR!-Bündnis Plant³ sowie im BMBF-Projekt „Vorpommern Connect“ entwickelt.


Greifswalder Geographinnen beim AK Ländliche Räume

Frauke Richter und Judith Maruschke vertraten jeweils mit einem Beitrag die Universität Greifswald auf der digitalen Jahrestagung des Arbeitskreises Ländliche Räume sowie dessen Nachwuchsworkshop am 6. und 7. Mai 2021. Virtueller Gastgeber war das Sorbische Institut in Bautzen. Über zwei Tage wurden rund um das diesjährige Thema „Von Mehrheiten und Minderheiten: Wie divers sind ländliche Räume?“ eine Vielzahl an Forschungsthemen aus Abschlussarbeiten, Projekten, Doktorarbeiten und weiteren Publikationen präsentiert und diskutiert. Dabei fand ein reger thematischer und methodischer Austausch statt.

Frauke Richter stellte Forschungsergebnisse zum Thema: „Surrounding matters? – Einfluss des Umlands auf die kommunale Haushaltsstruktur von ländlich-peripheren Städten und Gemeinden“ vor. Während Judith Maruschke konzeptionelle Überlegungen zu ihrem ersten Dissertationspapier zum Thema „Verständnis als Faktor für eine nachhaltige Entwicklung hinsichtlich der landwirtschaftlich geprägten Umwelt“ vortrug.

Einen Dank an die lokalen Organisator*innen verbunden mit der Hoffnung, dass in 2022 ein Besuch in Präsenz zum zweiten Teil der Jahrestagung in Bautzen nachgeholt werden kann.


Verständnis für die Klimawirksamkeit wiedervernässter Moore noch ausbaufähig – Lern- und Erlebnisorte im Projekt Vorpommern Connect als Chance?

Judith Maruschke erstellte gemeinsam mit Monika Hohlbein (Institut für Botanik und Landschaftsökologie) und Stephan Busse (Lehrstuhl für AVWL, insbes. Landschaftsökonomie) ein Poster bei der diesjährigen RRR-Konferenz (RenewableResources from Wet and Rewetted Peatlands). Dabei wurden Ergebnisse aus dem BMBF-Projekt Vorpommern Connect (VoCo) vorgestellt. Im Fokus stand ein Zukunftsszenario zur Nutzung von Biomasse aus wiedervernässten Mooren (Paludikultur) zur Wärmeerzeugung: „In 2035 können 35 % des regionalen Biomassepotenzials von Moorböden aus nachhaltiger Produktion für die regionale Wärmeversorgung genutzt werden“. Dafür wurde eine Karte mit Potenzialen für Wärmeenergie aus Nasswiesen-Grünland in Vorpommern erstellt. Da die Treibhausgasemissionen entwässerter Moore fast 30 % der gesamten Emissionen Mecklenburg-Vorpommerns ausmachen, müssen die Moore zur Reduktion dieser Emissionen wiedervernässt werden. Die Nutzung von Nasswiesen ist daher eine klimafreundliche Alternative zur herkömmlichen Nutzung. 

Die Umsetzung einer großmaßstäbigen Biomasseproduktion auf wiedervernässten Moorflächen benötigt jedoch Akzeptanz und Verständnis seitens der Bevölkerung. Die Bevölkerungsbefragung im VoCo-Projekt ergab, dass mehr als drei Viertel der Menschen aus Vorpommern eine Reduktion von Treibhausgasen wollen, wenn dies möglich ist. Gleichzeitig ist aber der Zusammenhang zwischen Wiedervernässung von Mooren und Treibhausgaseinsparungen nur ca. 60 % der Befragten bekannt. Der Begriff „Paludikultur“ ist sogar nur 14 % der Befragten bekannt. Zugleich besteht ein großer Wunsch, naturnahe Moorezu erleben. Lern- und Erlebnisorte in diesem Themenfeld könnten in besonderer Weise der Verständnislücke entgegenwirken und werden im VoCo-Projekt für eine nachhaltige Entwicklung in Vorpommern weiter vorangetrieben.


Greifswalder Wirtschaftsgeograph*innen beim 10. Norddeutschen Doktorandenkolloquium

Lisann Schmidt und Lena Stock präsentierten beim 10. Norddeutschen Doktorandenkolloquium der Wirtschaftsgeographie ihre Forschungsprojekte und nutzten die Möglichkeit zum Austausch mit Doktorand*innen, Postdocs und Professor*innen aus Bremen, Hamburg und Kiel. Das diesjährige Kolloquium wurde vom 25. bis 26. Februar 2021 als Online-Konferenz veranstaltet. Die Vortrags- und Diskussionsthemen erstreckten sich über verschiedene Bereiche der Wirtschaftsgeographie und spiegelten die Vielfalt der Fachrichtung wider. Lisann Schmidt hielt einen Vortrag zum Thema Raumverständnisse, Forschungsschwerpunkte und blinde Flecken im Forschungsfeld „policy mobilities “, in dem sie die Ergebnisse einer systematischen Literaturanalyse vorstellte. Lena Stock sprach über innovationsbasierten Strukturwandel im Kontext der Bioökonomie und damit einhergehende methodische Überlegungen zur regionalen Innovationsanalyse in strukturschwachen Regionen. Prof. Dr. Daniel Schiller und Prof. Dr. Paula Prenzel übernahmen jeweils die Leitung einer Session. Vielen Dank an die Kolleg*innen von der Uni Bremen für die diesjährige Organisation!


Aufenthalts- und Begegnungsorte in Greifswald: Ergebnisse der Erhebungen

Im Sommersemester 2020 haben Bachelorstudierende im Rahmen der Veranstaltung „Methoden der empirischen Sozialforschung“ verschiedene Aufenthalts- und Begegnungsorte in Greifswald untersucht. Dabei lag das Augenmerk auf der Frequentierung und Beliebtheit sowie möglichen Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung ausgewählter Orte. Unter Einhaltung der Hygieneregelungen wurden von den Studierenden durch Beobachtungen, Zählungen und Interviews Daten erhoben. Eine Kurzauswertung der Daten und Vergleiche einzelner Plätze kann hier abgerufen werden.


LAZIK N2030: Veröffentlichung der Toolbox und Projektabschluss

Nach 3,5 Jahren Projektlaufzeit lief am 30.November 2020 das Forschungsprojekt LAZIK N2030 aus. Die Projektmitarbeiterin Frauke Richter führte die wissenschaftliche Begleitung zur Erarbeitung von Lösungsansätzen für Zielkonflikte der Nachhaltigkeit an der Universität Greifswald durch.

In zwei Kommunen in Sachsen-Anhalt (Sandersdorf-Brehna) und Niedersachsen (Samtgemeinde Barnstorf) wurden zahlreiche Workshops mit Beteiligung aller relevanten Akteure für vier beispielhafte Zielkonflikte (Windkraft, Wolf, Kitas, Zentralisierung) durchgeführt. Im Ergebnis entstanden mehrere Publikationen und eine Website mit allen wichtigen Ergebnissen des Forschungsvorhabens. Dort ist auch der im Projekt produzierte Film zu finden: https://nachhaltigkeit-toolbox.de/


Empirische Sozialforschung in Zeiten von Corona

Auch in diesem Jahr führen die Studierenden des Bachelorstudiengangs Geographie im Rahmen der Veranstaltung „Methoden der empirischen Sozialforschung“ eine eigenständige Befragung durch. Unter der Leitung von  Frauke Richter geht es dieses Mal um Begegnungs- und Aufenthaltsorte in Greifswald. Dabei soll unter anderem die Frage beantwortet werden, wie die Begegnungsorte attraktiver gestaltet werden können. Die Auswahl der Orte erfolgte in Kooperation mit der Abteilung Stadtentwicklung/ untere Denkmalschutzbehörde der Universitäts- und Hansestadt Greifswald unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen und Planungen im Stadtgebiet. 

Dieses Jahr ist aufgrund der Hygieneregeln zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie jedoch einiges anders. Die Veranstaltung fand bisher ausschließlich digital statt. Die Erhebungsmethoden müssen zudem unter den geltenden Abstandregeln umsetzbar sein. Deshalb wird keine klassische Befragung von Angesicht zu Angesicht stattfinden. Die ausgewählten Orte (siehe Karte) werden stattdessen vorwiegend durch Beobachtungen und Zählungen erfasst.

(Kartengrundlage: OpenStreetMap).


Neue Doktorandin am Lehrstuhl

Frau Lisann Schmidt ist seit April 2020 Doktorandin am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie. Frau Schmidt ist Absolventin des Masterstudiengangs Tourismus und Regionalentwicklung an der Universität Greifswald. Sie studierte darüber hinaus ein Semester an der Universität Klaipéda in Litauen und erwarb ihren Bachelorabschluss im Fach Stadt- und Raumplanung an der Fachhochschule Erfurt. In ihrem Promotionsprojekt wird Frau Schmidt „Policy Mobilities“ in der Stadtentwicklung anhand ausgewählter Beispiele im Ostseeraum untersuchen und dabei insbesondere auf Akteurskonstellationen, Transfernetzwerke und Adaptionsprozesse fokussieren. Die Promotion erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) der Universität. Wir begrüßen Frau Schmidt ganz herzlich am Lehrstuhl und freuen uns auf die Zusammenarbeit.


ARL-Forschungsbericht zum Beitrag von Hochschulen zur nachhaltigen Regionalentwicklung erschienen

In einem neuen Forschungsbericht der Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL) wird der aktuelle Stand der Forschung zur Verbindung zwischen Hochschulen und Regionen zusammengestellt. Der thematische Fokus liegt auf Hemmnissen und Erfolgsfaktoren beim Wissenstransfer, erfolgversprechenden Governance-Strukturen zur Steuerung des Zusammenspiels und der gesellschaftlichen Mitverantwortung von Hochschulen für eine nachhaltige Regionalentwicklung. Prof. Dr. Daniel Schiller hat mit Kolleg*innen aus Hannover, Marburg, Wien und Freiburg einen Beitrag erstellt, in dem Hochschulen als Agenten des Wandels für eine nachhaltige Regionalentwicklung konzeptionell aus Perspektive der Transition-Forschung und der Multi-Level-Perspektive gefasst werden. Der Forschungsbericht steht auf den Seiten der ARL kostenlos zum Download. 

 


Leonard Prochaska und Daniel Schiller stellen Forschungsergebnisse zur räumlichen Dimension der Bioökonomie auf der GeoInno 2020 vor

Die Konferenz ‚Geography of Innovation‘ (GeoInno) bot bereits zum fünften Mal ein Diskussionsforum für wissenschaftliche und politische Fragestellungen zur räumlichen Dimension von Innovationsaktivitäten. Vom 29. bis 31. Januar 2020 diskutierten in Stavanger mehr als 400 Wissenschaftler*innen ihre aktuellen Forschungsvorhaben. Leonard Prochaska und Daniel Schiller stellten in der Themensitzung „What Role does the Bioeconomy Play in the Transformation of Regions Towards Sustainable Development?” ein aktuelles Arbeitspapier aus dem BMBF-Projekt B2B-Future [https://www.b2b-future.uni-bremen.de] vor. Das Arbeitspapier trägt den Titel „The transition of innovation policy from biotechnology to bioeconomy at the regional level – A comparison of first movers, followers, and latecomers in Germany“. Das Papier analysiert die räumlichen Implikationen des Leitbildwechsels von der Biotechnologie zur Bioökonomie auf regionaler Ebene. Es werden strukturelle Unterschiede zwischen Gewinnern von regionalen Biotechnologie- & Bioökonomiewettbewerben und anderen Regionen aufgezeigt und standortspezifische Pfadabhängigkeiten identifiziert. Weitere Informationen zur GeoInno 2020 finden Sie unter geoinno2020.com


Neues Forschungsprojekt: Der Lehrstuhl analysiert regionale Innovationssysteme der Bioökonomie

Der Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie analysiert das regionale Innovationssystem der Bioökonomie in Nordostdeutschland und entwickelt die Innovationsstrategie des WIR!-Bündnisses Plant³ weiter. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit Januar 2020 für drei Jahre gefördert. Das Projekt wird von Prof. Dr. Daniel Schiller  geleitet. Er ist Sprecher des WIR!-Bündnisses Plant³. Projektbearbeiterin ist Lena Stock.

Ziel des Projekts ist die kontinuierliche inhaltliche Weiterentwicklung der Innovationsstrategie des WIR!-Bündnisses Plant³ auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse der geographischen Innovationsforschung. Diese werden durch eine systemische Analyse des regionalen Innovationssystems in Nordostdeutschland gewonnen, die insbesondere auf Akteure, Netzwerke und institutionelle Einbettung der hochwertigen Veredelung pflanzenbasierter Rohstoffe fokussiert. Im Rahmen des Vorhabens werden neue Verfahren der systemischen Analyse regionaler Innovationsnetzwerke erprobt und in innovativer Weise mit der Weiterentwicklung der Plant³-Innovationsstrategie verknüpft.


Neue Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie

Seit 01.01.2020 ist Lena Stock wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie. Frau Stock studierte Tourismus und Regionalentwicklung (M.Sc.) an der Universitäten Greifswald und Leisure and Tourism Management (B.A.) an der Hochschule Stralsund. Im Rahmen ihrer Tätigkeit an der Universität Greifswald wird sie im Rahmen des Plant³-Bündnisses das BMBF-Projekt „Regionale Innovationsanalyse und Weiterentwicklung der Innovationsstrategie des WIR!-Bündnisses Plant³“ bearbeiten. Der Lehrstuhl begrüßt Frau Stock ganz herzlich!


Leonard Prochaska und Daniel Schiller besuchen Tagung der European Association for Evolutionary Political Economy

Die Arbeitsgruppe “Netzwerkforschung” der European Association for Evolutionary Political Economy (EAEPE) tagte am 21. und 22. November 2019 in Stuttgart unter dem Leitthema „Innovation Networks and Economic Transition“. Es wurden 17 wissenschaftliche Papiere präsentiert und diskutiert. Ausrichter waren das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) sowie die Universität Hohenheim. Prof. Dr. Daniel Schiller war Mitglied des Scientific Commitee. Im Rahmen der Tagung stellte Leonard Prochaska ein aktuelles Arbeitspapier aus dem BMBF-Projekt B2B-Future vor. In diesem Papier untersucht er die Implikationen des Leitbildwechsels von der Biotechnologie zur Bioökonomie auf regionaler Ebene. Vor dem Hintergrund standortspezifischer Pfadabhängigkeiten werden dabei Regionen, die in der Vergangenheit Biotechnologie- und Bioökonomiewettbewerbe gewonnen haben, mit anderen Regionen verglichen. Weitere Informationen zur EAEPE finden Sie unter https://eaepe.org/.


Der Lehrstuhl hat den diesjährigen „Arbeitskreis Industriegeographie“ erfolgreich organisiert

Der Arbeitskreis Industriegeographie fand in diesem Jahr am 07. und 08. November im Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod statt. Der Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie organisierte die Veranstaltung mit 35 Teilnehmer*innen und 17 Vorträgen. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Nachwuchswissenschaftler*innen der Wirtschaftsgeographie. Besonderer Dank gilt Leonard Prochaska, der die Organisation im Vorfeld und vor Ort übernommen hat. Max Mittenzwei stellte im Rahmen der Veranstaltung seine Forschungsergebnisse zu „Innovationen im Rahmen der Bioökonomie“ mit besonderem Fokus auf die Zuckerindustrie vor. Aus Greifswald war außerdem Dr. Oliver Klein aus der Arbeitsgruppe Humangeographie mit einem Beitrag zu „Raumbezogenen Inszenierungen in der Lebensmittelvermarktung“ am Beispiel der deutschen Milchwirtschaft vertreten.


Neue Publikation zu grenzüberschreitenden Fusionen und Übernahmen durch chinesische Unternehmen erschienen

Prof. Dr. Daniel Schiller hat gemeinsam mit Dr. Guoqing Lyu und Prof. Dr. Ingo Liefner von der Leibniz Universität Hannover einen Beitrag zu grenzüberschreitenden Fusionen und Übernahmen von Baumaschinenherstellern durch chinesische Unternehmen veröffentlicht. Der Beitrag ist in der Zeitschrift „Erdkunde“ [LINK: www.erdkunde.uni-bonn.de/archive/2019/the-evolution-of-cross-border-m-as-and-innovation-strategies-evidence-from-chinese-construction-machinery-firms] erschienen. Im Artikel wird eine evolutionäre Perspektive genutzt, um grenzüberschreitende Fusionen und Übernahmen chinesischer Unternehmen zu verstehen. Dabei werden die Hauptakteure und die wichtigsten Veränderungen in verschiedenen Stadien des Übernahmeprozesses in den Blick genommen. Als Stadien unterschieden werden eine Vorstufe mit der Suche nach dem Übernahmeobjekt, eine Initialphase mit der Integration mittels Light-Touch-Ansatz, eine Fusionsphase mit Entstehung neuer Einheiten, und eine Reifephase mit Reorganisation des Innovationsnetzwerks. Die Ergebnisse zeigen, dass die Innovationsstrategie nach der Übernahme mit der strukturellen Integration und der Differenzierung des Innovationsmodus korrespondiert.


Themenheft zur Interaktion von Universitäten mit ihrem regionalen Umfeld erschienen

Prof. Dr. Daniel Schiller hat gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Brenner von der Universität Marburg ein Themenheft mit dem Titel „Regional Interaction and Effects of Universities“ [LINK: link.springer.com/journal/10037/39/2/page/1] moderiert. Das Themenheft ist in der Zeitschrift „Review of Regional Research“ erschienen. Neben einem einführenden Artikel der Herausgeber umfasst das Themenheft vier wissenschaftliche Beiträge. Die Beiträge behandeln die Bedeutung der Zusammenarbeit von Universitäten und Unternehmen für radikale Innovationen, die individuellen Mechanismen für den Aufbau von außeruniversitären Netzwerken durch Wissenschaftler*innen sowie neue Untersuchungen zur Mobilität von Studierenden beim Übergang ins Studium und nach Abschluss des Studiums. Ausgangspunkt des Heftes war eine Themensitzung bei der ‚6th Global Conference on Economic Geography‘ im vergangenen Jahr in Köln, auf der die Beiträge vorgestellt und diskutiert wurden.


Max Mittenzwei und Leonard Prochaska präsentieren auf der Klausurwoche Bioökonomie

Vom 23. bis 27. September 2019 fand an der Universität Bonn die Klausurwoche Bioökonomie statt. Dazu wurden zwei Wissenschaftler des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeographie eingeladen. Max Mittenzwei referierte über „Innovationen innerhalb der Bioökonomie am Beispiel der Zuckerindustrie“. Leonard Prochaska stellte eine Analyse über die „Räumlich-sozialen Implikationen des Leitmotivwechsels von der Biotechnologie zur Bioökonomie“ vor.

Im Rahmen der Klausurwoche wurden ethische, rechtliche und soziale Aspekte der Bioökonomie in technologischer, ökologischer und ökonomischer Dimension diskutiert. Insgesamt nahmen 14 deutsche Nachwuchswissenschaftler*innen am interdisziplinären Austausch der Klausurwoche teil und diskutierten ihre Arbeiten mit renommierten Expert*innen.

Im weiteren Verlauf wird ein Sammelband mit allen Beiträgen erstellt und veröffentlicht.

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter folgendem Link:
https://www.kw-biooekonomie.uni-bonn.de/


 

Frauke Richter präsentiert Forschungsergebnisse beim 50. Deutschen Kongress für Geographie

Unter dem Motto „Umbrüche und Aufbrüche – Geographie(n) der Zukunft“ fand an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel der 50. Deutsche Kongress für Geographie (DKG) statt. Der Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie war mit einem Beitrag vertreten.

Frauke Richter stellte in der Fachsitzung „Integrierte Regionalentwicklung und kommunale Finanzen“ einen Beitrag zum Thema „Finanzbedarfe von Mittelzentren für die Daseinsvorsorge in ländlich-peripheren Regionen Ostdeutschlands“ vor. Die Ergebnisse sind Teil ihres Promotionsvorhabens. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen Fragen, wie gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland erreicht werden können und welchen Beitrag Mittelzentren dazu leisten. Es wird insbesondere diskutiert, welche Indikatoren zur Messung von gleichwertigen Lebensverhältnissen und Finanzbedarfen von Kommunen dienen können.

Greifswalder Geograph*innen organisierten darüber hinaus Fachsitzungen und präsentierten weitere Papiere. Weitere Informationen zum DKG finden Sie unter: https://www.dkg2019.de/


Erfolgreiche Disputation von Arne Bünger

Arne Bünger hat am 08. Juli 2019 seine Doktorarbeit erfolgreich verteidigt.
Die Dissertationsschrift trägt den Titel „Die Bedeutung von regionalen Innovationspotenzialen und Nachhaltigkeitsorientierung für eine sozio‐technische Transformation in der Agrar‐ und Ernährungswirtschaft“. Betreuer und Erstgutachter der Arbeit war Prof. Dr. Daniel Schiller. Das Zweitgutachten übernahm Prof. Dr. Kim-Philipp Schumacher, Universität Vechta. Wir gratulieren Herrn Bünger ganz herzlich!


Erfolgreiche Disputation von Miriam Richter-Tokar

Miriam Richter-Tokar hat am 13. Juni 2019 ihre Doktorarbeit erfolgreich verteidigt. Die Dissertationsschrift trägt den Titel „Multinational Enterprises from China in Germany: Institutional Distance, Agency and Networks“. Betreuer und Erstgutachter der Arbeit war Prof. Dr. Daniel Schiller. Das Zweitgutachten übernahm Prof. Dr. Ingo Liefner, Leibniz Universtität Hannover. Wir gratulieren Frau Richter-Tokar ganz herzlich!


Neue Adresse der Wirtschafts- und Sozialgeographie

Der Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie und die Juniorprofessur für Wirtschaftsgeographie und Tourismus sind umgezogen. Die neue Adresse lautet: Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 17a. Die Räume der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden sich im Erdgeschoss und im 1. Stock des Gebäudes.


Ergebnisse der Befragung zur "Fahrradsituation in Greifswald"

Im Sommersemester 2018 haben Bachelor-Studierende der Geographie 421 Personen in Greifswald befragt. Die Befragung fand in der Veranstaltung „Methoden der empirischen Sozialforschung“ statt. 73 % der Befragten gaben an, dass sie sich überwiegend mit dem Fahrrad in der Stadt fortbewegen. Die Fahrradfreundlichkeit in Greifswald wurde mit einer Durchschnittsnote von 2,5 bewertet. In anschließenden vertiefenden Interviews wurden die Themen Sicherheit, Zufriedenheit und Gründe der Fahrradnutzung angesprochen. Eine Kurzauswertung der Befragungsergebnisse zur Fahrradsituation in Greifswald kann hier abgerufen werden.


Neues Forschungsprojekt zur nachhaltigen Stärkung der Stadt-Land-Beziehungen in der Region Vorpommern und der Stadt Greifswald gestartet

Im Mittelpunkt des fünfjährigen VoCo-Projekts (2018 bis 2023) steht die Universitäts- und Hansestadt Greifswald als ein wachsendes Mittelzentrum in einer von Schrumpfung geprägten ländlichen Region. Ziel des VoCo-Projekts ist es, übertragbare Konzepte und Modelle für eine Stärkung der Stadt-Land-Beziehungen zu entwickeln. Diese sollen zeigen wie in solchen Regionen Nutzungskonflikte bezüglich Biodiversität und Umweltschutz zwischen Stadt und Umland entschärft und die Lebensverhältnisse in Stadt und Umland im Einklang miteinander entwickelt werden können. Für den Lehrstuhl Wirtschafts- und Sozialgeographie bearbeiten Judith Maruschke und Dr. Johannes Fuchs zwei Arbeitspakte im Gesamtprojekt.


Zwei neue Mitarbeiter in der Wirtschafts- und Sozialgeographie

Der Lehrstuhl begrüßt ganz herzlich zwei neue Mitarbeiter. Frau Judith Maruschke und Herr Dr. Johannes Fuchs sind seit Mitte September bzw. Anfang Oktober 2018 am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie tätig. Beide arbeiten sie als wissenschaftliche Mitarbeiter am Projekt „Vorpommern Connect (VoCo) – nachhaltige Stadt-Land-Wertschöpfungsketten bewerten und gestalten“.

Frau Maruschke untersucht dabei die Ansprüche der Bevölkerung an die Landschaften im Umland der Stadt Greifswald. Sie studierte Bachelor Geographie als Hauptfach und Psychologie als Nebenfach (B.Sc.) sowie den Master International Area Studies (M.Sc.) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie ist gleichzeitig Promotionsstudentin und wird im Kontext des VoCo-Projekts ihre Dissertation anfertigen.

Herr Fuchs fokussiert im Projekt auf regionale Wertschöpfungsketten landwirtschaftlicher Produkte. Er studierte Geographie mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsgeographie an der Universität Frankfurt und hat an der Universität Vechta promoviert.


Sammelband zu kreativen Pionieren in ländlichen Räumen erschienen

Prof. Dr. Daniel Schiller hat gemeinsam mit Katja Wolter vom Steinbeis-Institut für Ressourcen Entwicklung und Corinna Hesse, Silberfuchs-Verlag und Sprecherin der Kreative MV, einen Sammelband zur Bedeutung von kreativen Pionieren für die Regionalentwicklung in ländlichen Räumen herausgegeben. Der Sammelband bringt Theorie und Praxis in den Dialog und fasst den aktuellen Stand in Wissenschaft und angewandter Regionalentwicklung zusammen. Die einzelnen Beiträge des Sammelbandes können Sie hier herunterladen.


Sieben Vorträge und eine Sitzungsleitung bei der Global Conference on Economic Geography in Köln

Der Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie war mit sieben Vorträgen und einer Sitzungsleitung bei der fünften Global Conference on Economic Geography an der Universität zu Köln vertreten (24. bis 28. Juli 2018).

  • Arne Bünger: Are Algae and Insect Producers Forming an Innovative Niche for the Contemporary Agri-Food Industry? The Case of Germany and the Netherlands
  • Ting-Chien Chen: Migrant Labour in Global Production Networks - A Research Agenda (im Rahmen des Young Economic Geographers Network)
  • Max Mittenzwei: Sustainable usage of by-products in the bioeconomy: mapping, analysis and comparison of sugar industry value chains in the Baltic Region
  • Leonard Prochaska: Measuring the Bioeconomy – Detecting structural patterns of an emerging political leitmotif
  • Daniel Schiller: Hong Kong’s Gateway Functions for the Chinese Pearl River Delta in Transition – From Front Shop, Back Factory towards a Complex Node in Global Production Networks?
  • Frauke Richter: Fiscal effects of core-periphery structures on municipal budgets
  • Miriam Richter-Tokar: Institutional Work of Key Persons in Chinese Mergers and Acquisitions in Germany - Intercultural Bridging and Networks

Darüber hinaus leitete Prof. Dr. Daniel Schiller eine Fachsitzung zu "Universities and their contribution at the regional level". Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier


Ergebnisse der Bürgerbefragung zu den Landschaften im Umland der Universitäts- und Hansestadt Greifswald veröffentlicht

Der Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie hat gemeinsam mit der FINC-Foundation eine Bürgerbefragug zur Nutzung und Wahrnehmung der Landschaften im Umland der Universitäts- und Hansestadt Greifswald durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass sich die Mehrheit der Befragten eine höhere Attraktivität des Umlandes wünscht. Das Umland Greifswalds wird derzeit abgesehen von den Stränden als unattraktiv und schwer erreichbar für eine Nutzung für Freizeit und Erholung empfunden. Damit verbunden besteht der Wunsch nach einer nachhaltigeren Landnutzung, einer Förderung von Struktur- und Artenvielfalt in der Landschaft und einer verbesserten Erschließung des Umlandes durch Rad- und Feldwege sowie öffentliche Nahverkehrsmittel. Der Ergebnisbericht kann hier abgerufen werden.


Befragung durch Studierende zu Fahrradfahrsituationen in Greifswald

Die Studierenden im vierten Semester des Bachelorstudiengangs Geographie haben vom 29. Mai bis zum 07. Juni 2018 an verschiedenen Standorten in Greifswald eine Befragung zum Thema „Fahrradsituationen in Greifswald“ durchgeführt. Der Fokus in der von den Studierenden selbst entworfenen Befragung lag auf der Sicherheit im Fahrradverkehr in der Stadt. Gefragt wurde unter anderem nach besonderen Gefahrensituationen und Hindernissen für Radfahrer im Straßenverkehr. Die Untersuchung findet im Rahmen der Veranstaltung „Empirische Sozialforschung“ unter Leitung von Frauke Richter, M.A. statt. Ausgewählte Ergebnisse des Projektes werden am Ende des Semesters auf dieser Website veröffentlicht.


Tagesexkursionen in zwei Hansestädte

Im Rahmen des Moduls Humangeographie fanden am 22. und 23. Mai 2018 Tagesexkursionen nach Greifswald (Dr. Ralf Scheibe) sowie Stralsund (Leonard Prochaska, M.A.) statt. Die Studierenden des Bachelor Geographie haben während der Projektwoche praxisnahe Einblicke in relevante Inhalte der Humangeographie (insbesondere Wirtschafts- und Stadtgeographie) erarbeitet. In Greifswald lag der Fokus auf der Entwicklung von Eldena, Wieck und dem Hafen in Ladebow. In Stralsund wurde insbesondere auf die stadtgeschichtliche Entwicklung sowie den wirtschaftlichen Strukturwandel der Stadt eingegangen. Bei einem Termin mit der Stadterneuerungsgesellschaft Stralsund mbH (SES) hatten die Studierenden zudem die Möglichkeit, einem wichtigen Treiber der Stadtentwicklung Fragen zu aktuellen Themen der Stadtplanung zu stellen.


Frauke Richter diskutierte auf dem ARL-Kongress über Flächennutzungskonflikte

Der diesjährige Kongress der Akademie für Raumordnung und Landesplanung (ARL) behandelte das Thema „Flächenentwicklung im Widerstreit der Interessen“. Frauke Richter war eingeladen, in einem Workshop zur Flächenwirksamkeit der Energiewende das Instrument der partizipativen Szenarienentwicklung zur Lösung kommunaler Zielkonflikte vorzustellen. Zurzeit werden in dem Forschungsprojekt LAZIK N2030 Methoden zur Lösung von Zielkonflikten auf kommunaler Ebene erprobt. Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier. Impressionen des ARL Kongresses gibt es hier.


Drei Vorträge des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeographie bei der AAG

Die Greifswalder Geographie war mit drei Vorträgen des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeographie bei der Jahrestagung der American Association of Geographers (AAG) in New Orleans vertreten (10. bis 14. April 2018). Miriam Richter-Tokar berichtete über “The role of intermediaries in bridging institutional distances – An exploratory study of Chinese mergers and acquisitions in Germany”. Der Vortrag von Arne Bünger trug den Titel “Innovation and Adaptation Patterns in Agricultural Production – a Comparison of Three Regions of Intensive Livestock Production”. Prof. Dr. Daniel Schiller widmete sich in seinem Konferenzbeitrag dem Thema „Valuation of Cultural Landscapes – Willingness to Pay and Willingness to Volunteer”.


Neue Doktorandin am Lehrstuhl

Frau Ting-Chien Chen ist seit Anfang April 2018 Doktorandin am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie. Frau Chen studierte bis 2016 Geographie an der National Taiwan Normal University (M.A) und der National Changhwa University of Education (B.A.). Seit ihrem Abschluss arbeitete sie als Geographielehrerin in Taiwan. Im Rahmen ihrer Promotion an der Universität Greifswald wird Frau Chen die Bedeutung von Arbeitsmigrantinnen und -migranten in Globalen Produktionsnetzwerken am Beispiel Taiwans untersuchen. Wir begrüßen Frau Chen recht herzlich am Lehrstuhl und freuen uns auf die Zusammenarbeit.


Dissertation von Jessica Matloch publiziert

Die Dissertationsschrift von Jessica Matloch mit dem Titel "The Assessment of German Cultural Landscapes. Evidence from Three Regions Located in the Metropolitan Area of Hamburg" wurde im März 2018 in der Buchreihe "RaumFragen: Stadt - Region - Landschaft" des Springer-Verlags veröffentlicht. Jessica Matloch hatte ihre Dissertation im Oktober 2017 erfolgreich an der Leibniz Universität Hannover verteidigt und darf nun auch offiziell den Doktortitel führen. Die Publikation kann hier bestellt werden.


Greifswald mit fünf Vorträgen beim AK Ländliche Räume vertreten

Die Tagung des Arbeitskreises „Ländliche Räume“ fand dieses Jahr vom 22.02. bis 24.02.2018 unter dem Motto „Konstruieren – Analysieren - Gestalten“ an der Universität Kiel statt. Mit sechs Teilnehmern und fünf Vorträgen leisteten die Greifswalder Geographen einen wesentlichen Beitrag zu aktuellen Forschungsfragen mit Bezug zum ländlichen Raum. Frauke Richter vom Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie präsentierte einen konzeptionellen Rahmen und Hypothesen zu den Auswirkungen von Zentrum-Peripherie-Strukturen auf kommunale Haushalte. Weitere Vortragende aus Greifswald waren Prof. Dr. Marius Mayer, Dr. Oliver Klein, Phillipp Sacher und Mareike Garms. Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier


Neuer Mitarbeiter eingestellt

Seit 01.12.2017 ist Max Mittenzwei Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie. Herr Mittenzwei studierte Geographie, sowie Tourismus und Regionalentwicklung an der Universität Greifswald. Im Rahmen seiner Tätigkeit am Lehrstuhl wird er das Interreg-Projekt „BioBIGG - Bioeconomy in the South Baltic Area. Biomass-based Innovation and Green Growth" bearbeiten. Der Lehrstuhl begrüßt Herrn Mittenzwei ganz herzlich!


Prof. Dr. Schiller in MV1-Talkshow und bei Konferenz zur BioÖkonomie

Prof. Dr. Daniel Schiller war am 20.10.2017 in der MV1-Talkshow „Stadt-Streit-Kultur“ zu Gast. Die Sendung wurde im Greifswalder BioTechnikum aufgezeichnet. Er diskutierte die Chancen der BioÖkonomie für Vorpommern mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Bei der 3. BioÖkonomieKonferenz in Anklam stellte Prof. Schiller am 02.11.2017 erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „B2B-Future“ vor. Er diskutierte, in welcher Form die Wissenschaft bereits ein Impulsgeber für die Bioökonomie in Mecklenburg-Vorpommern ist und wie ihre Rolle zukünftig weiter gestärkt werden kann.

Link zur Sendung 

Link zum Bericht über die BioÖkonomieKonferenz


Jessica Matloch hat Ihre Promotion erfolgreich abgeschlossen

Frau Jessica Matloch hat am 30.10.2017 ihre Doktorarbeit erfolgreich verteidigt. Die Arbeit trägt den Titel „The Assessment of German Cultural Landscapes – Evidence From Three Regions Located in the Metropolitan Area of Hamburg“. Die Disputation fand an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover statt. Weiterer Gutachter war Prof. Dr. Stephan L. Thomsen, Hannover. Vorsitzende der Promotionskommission war Frau Dr. Ulrike Grote, Hannover. Wir gratulieren ganz herzlich. Aktuell befindet sich Frau Matloch bis auf Weiteres in Mutterschutz und Elternzeit. Im Forschungsprojekt „Regiobranding“ wird sie durch Miriam Richter-Tokar vertreten.


Wirtschafts- und Sozialgeographie mit sechs Beiträgen auf dem Deutschen Kongress für Geographie (DKG) vertreten

Der Deutsche Kongress für Geographie (DKG) fand in diesem Jahr vom 30.09. bis 05.10.2017 in Tübingen statt. Die Wirtschafts- und Sozialgeographie war mit vier Vorträgen und zwei Postern vertreten. Frauke Richter hat zum „Beitrag des kommunalen Finanzausgleichs zur Finanzierung zentralörtlicher Aufgaben“ vorgetragen. Im Vortrag von Arne Bünger ging es um die Identifizierung von „Regime-, Nischen- und Hybrid-Akteure in drei lokalen Food Systems“. Prof. Dr. Daniel Schiller widmete sich am Beispiel der Ukraine der „Wahrnehmung lokaler institutioneller Qualität in einer Transformationsökonomie“. Prof. Dr. Marius Mayer hielt einen Vortrag mit dem Titel „Vorurteile als Barrieren für grenzüberschreitenden Tourismus (Polen und Deutschland)“. Philip Sacher und Mareike Garms stellten jeweils ein Poster mit den Titeln „Der Einfluss von Totholz auf die ästhetische Wahrnehmung und die Erholungswirkung“ und „Klimawandel und Waldschäden im Bayerischen Wald – eine qualitative Studie“ vor.


Methodenveranstaltung zum Thema „Regionale Produkte“ abgeschlossen

Im Rahmen des Studienprojektes wurden 525 BürgerInnen des Landkreises Vorpommern-Greifswald zu ihrem Einkaufsverhalten befragt. 46 % der Befragten gaben an, dass ihr Warenkorb mindestens zur Hälfte aus regional oder ökologisch produzierten Lebensmitteln besteht. Lediglich 6 % kaufen diese Produkte gar nicht. Vielen KonsumentInnen ist Regionalität bei allen Arten von Lebensmitteln wichtig. Bei Eiern (53 %) und Fleisch (47 %) legen die Befragten am meisten Wert auf eine regionale Herkunft. Jedoch möchten oder können viele nicht mehr Geld für regionale Lebensmittel ausgeben oder achten nicht bewusst auf Regionalität. In vertiefenden Interviews wurde häufig angeführt, dass regionale Produkte nachhaltiger (z. B. kurze Transportwege) und hinsichtlich Qualität und Geschmack besser seien. Bei den Ergebnissen ist zu beachten, dass überdurchschnittlich viele Studierende befragt worden sind. Dieser Personenkreis ist in besonderem Maße für die Themen Regionalität und ökologische Nachhaltigkeit sensibilisiert.

Weitere Informationen zur Befragung:Frauke Richter, frauke.richteruni-greifswaldde


Master-Studierende auf Exkursion und internationaler Konferenz in Irland

22 Studierende des M.Sc. Tourismus und Regionalentwicklung waren unter der Leitung von Prof. Dr. Daniel Schiller und M.Sc. Miriam Richter-Tokar vom 04. bis 15. Juni 2017 in Irland. Sie besuchten zunächst die Jahrestagung der Regional Studies Association (RSA) in Dublin. Daran schloss sich eine Exkursion mit den Standorten Dublin, Cork und Galway an. Zentrale Gegenstände der Exkursion waren der wirtschaftliche Strukturwandel Irlands (Celtic Tiger), Stadtplanung und Stadtentwicklungsprojekte, Entwicklungsperspektiven ländlicher Räume und die Tourismuswirtschaft.


Befragung zu regionalen Produkten und Lebensmittelbeschaffung in Greifswald

Studierende im Bachelorstudiengang Geographie haben im Rahmen vom 23. bis 30. Mai 2017 an verschiedenen Standorten in Greifswald Interviews zum Einkaufsverhalten der Bevölkerung bei regionalen Produkten geführt. Das Augenmerk der Interviews lag auf der Bedeutung von regionalen und zertifizierten Produkten für die Kunden und dem Inhalt des „Einkaufswagens“ der Greifswalder Bevölkerung. Die Untersuchung findet im Rahmen des Moduls „Empirische Sozialforschung“ unter Leitung von M.A. Frauke Richter statt. Ergebnisse des Projektes werden am Ende des Semesters auf der Website veröffentlicht. 


Erasmus-Partnerschaft mit der Karls-Universität Prag startet mit Gastwissenschaftleraufenthalt

Frau RNDr. Pavlína Netrdová, Ph.D., Assistenzprofessorin am Institut für Sozialgeographie und Regionalentwicklung der Karls-Universität Prag, war im Rahmen des Erasmus+-Programms vom 22.05. bis 02.06.2017 am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie zu Gast. Während Ihres Aufenthalts hielt sie einen wissenschaftlichen Vortrag zu "Spatial Aspects of Variability of Unemployment in Central Europe" und diskutierte Möglichkeiten der zukünftigen wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Ihr Aufenthalt markierte außerdem den Auftakt der Erasmus-Partnerschaft zwischen den Geographie-Instituten in Prag und Greifswald. Ab sofort haben Studierende in den Bachelor- und Masterstudiengängen die Möglichkeit, einen Erasmus-Aufenthalt in Prag zu absolvieren. Wir freuen uns auf eine langfristige und erfolgreiche Zusammenarbeit.


BMBF-Projekt „B2B-Future“ gestartet: Woher kommt die Bioökonomie?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Greifswald und Bremen analysieren gemeinsam den dynamischen Wandel von der Biotechnologie zur Bioökonomie. Das Forschungsprojekt „B2B-Future – Von der Biotechnologie zur Bioökonomie“ wird seit Januar 2017 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Schwerpunkt „Bioökonomie und gesellschaftlicher Wandel“ gefördert.

Das Forschungsprojekt geht in den nächsten drei Jahren der Frage nach, welche biotechnologischen Innovationen wegweisend für die Bioökonomie waren und welchen Einfluss die öffentliche Förderung auf die technologische Entwicklung hatte. Die regionalökonomische Spurensuche mit innovativen Methoden wird am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie von Prof. Dr. Daniel Schiller geleitet. Projektbearbeiter ist seit März 2017 Herr Leonard Prochaska.

Weitere Informationen unter: B2B FUTURE - Universität Bremen


Neuer Mitarbeiter eingestellt

Seit 01.03.2017 ist Leonard Prochaska Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie. Herr Prochaska studierte Geographie mit Schwerpunkt Wirtschaftsgeographie an den Universitäten Hannover und Marburg. Im Rahmen seiner Tätigkeit an der Universität Greifswald wird er das BMBF-Projekt „B2B-Future – Von der Biotechnologie zur Bioökonomie“ bearbeiten. Der Lehrstuhl begrüßt Herrn Prochaska ganz herzlich!


Erste Ergebnisse aus dem Projekt "Regiobranding" veröffentlicht

Erste Ergebnisse aus dem Projekt „Regiobranding“ sind seit Dezember 2016 veröffentlicht. Der Auswertungsbericht zur Bevölkerungsbefragung wurde gemeinsam von allen Wissenschaftspartnern erstellt und kann hier heruntergeladen werden. Die Befragung wurde im Jahr 2015 in den drei Fokusregionen des Projekts (Steinburger Elbmarschen, Lübeck-Nordwestmecklenburg und Griese Gegend-Elbe-Wendland) durchgeführt. Sie umfasst Informationen zu Nutzung, Wahrnehmung und Wertschätzung der Region sowie zum Engagement für die Region.

In einem zweiten Arbeitspapier von Jessica Matloch werden zusammenfassende Ergebnisse zu „Zahlungsbereitschaften und Lebensqualität“ in den drei Fokusregionen dargestellt. So wurde beispielsweise festgestellt, dass in allen drei Regionen Stadtlandschaften durch die Bevölkerung weniger stark präferiert werden als andere Landschaften. Dieses Arbeitspapier kann hier heruntergeladen werden.


Vortrag in der Reihe "Universität im Rathaus"

Im Rahmen der Vortragsreihe "Universität im Rathaus" hat Prof. Dr. Daniel Schiller am 28.11.2016 die Frage diskutiert, ob Investitionen chinesischer Unternehmen in Deutschland eine neue Phase der Globalisierung darstellen. Das Thema hat durch den sprunghaften Anstieg der chinesischen Investitionstätigkeit in diesem Jahr auch in der öffentlichen Debatte stark an Bedeutung gewonnen. In seinem Vortrag erläuterte Prof. Schiller das Vorgehen und die Motive der chinesischen Investoren und beschrieb mögliche Auswirkungen auf den Standort Deutschland. Grundlage für den Vortrag waren aktuelle Forschungsergebnisse aus dem DFG-Projekt „Multinationale Unternehmen aus China in Deutschland”.


31 Studienanfänger im Master "Tourismus und Regionalentwicklung"

Zum Wintersemester 2016/17 begannen 31 Studierende ihr Studium im Masterstudiengang "Tourismus und Regionalentwicklung". Der Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie freut sich über die sehr große Nachfrage für diesen Studiengang. Die Studienanfängerinnen und -anfänger stammen aus allen Teilen Deutschlands und bringen vielfältige Vorkenntnisse aus Bachelorstudiengängen in den Bereichen Geographie, Tourismus, Umwelt und Planung mit. Wir begrüßen die Neuen recht herzlich und wünschen einen guten Start ins Studium.


Forschungsergebnisse zu chinesischen Investitionen vorgestellt

Miriam Richter-Tokar hat gemeinsam mit Prof. Dr. Daniel Schiller an der 5. Copenhagen Conference on Emerging Multinationals teilgenommen. Die Tagung fand an der Copenhagen Business School statt. Im Rahmen der Konferenz hat Frau Richter-Tokar das Paper “The Role of Intermediaries in Bridging Institutional Distances: An exploratory study of Chinese M&A in Germany” vorgestellt. In dem Papier werden aktuelle Forschungsergebnisse aus dem DFG-Projekt „Multinationale Unternehmen aus China in Deutschland” diskutiert. Der Fokus der Untersuchung in diesem Papier liegt auf dem Beitrag den Intermediäre zum Gelingen von Übernahmen deutscher Unternehmen durch chinesische Unternehmen in den Phasen vor, während und nach dem Zusammenschluss leisten.


Forschungsergebnisse zur Nachhaltigkeitstransformation vorgestellt

Arne Bünger hat zusammen mit Prof. Dr. Daniel Schiller vom 06. bis 09. September 2016 an der 7. International Sustainability Transitions Conference (IST) in Wuppertal teilgenommen. Sie haben dort das Papier "Niche-regime interaction in localised production networks: conceptual considerations" vorgestellt. Das Papier erstellt ein Konzept für Nischen-Regime-Interaktionen in Abhängigkeit von der jeweiligen Konfiguration lokalisierter Produktionssysteme. Es dient als Vorarbeit für die empirische Analyse lokalisierter Produktionssysteme in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich im Rahmen des Forschungsprojekts „Sustainability Transitions“ in der Lebensmittelproduktion.


Internes Doktorandenkolloquium

Das erste interne Doktorandenseminar am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie wurde am 28. Juli 2016 durchgeführt. Die Promovierenden hatten die Möglichkeit, ihre Promotionsvorhaben und Arbeitspapiere den Kolleginnen und Kollegen vorzustellen und mit ihnen zu diskutieren. Insgesamt gab es in der ganztägigen Veranstaltung sieben Vorträge. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg und soll am Lehrstuhl nun verstetigt werden. Den Promovierenden bietet sich ergänzend zu nationalen und internationalen Fachtagungen damit ein Forum, um Ihre Ergebnisse frühzeitig zur Diskussion zu stellen.


Ergebnisse des Studienprojekts „Regionale Produkte in den Steinburger Elbmarschen“

Die Ergebnisse des Studienprojektes „Regionale Produkte in den Steinburger Elbmarschen“ im Rahmen der Lehrveranstaltung „Angewandte Geographie“ wurden am 27. Juli 2016 im Rathaus in Wilster (Kreis Steinburg) mit interessierten Akteuren aus der Region diskutiert. Die Studierenden stellten die Sichtweisen von verschiedenen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette vor (Landwirte, Verarbeitung, Handel, Konsumenten). Insgesamt wurde deutlich, dass es bereits vielversprechende regionale Produkte in den Steinburger Elbmarschen gibt. Für einen weiteren Ausbau dieser Produkte sind aber weitere Maßnahmen notwendig. Der Diskussionsimpuls wurde von den Akteuren in der Region sehr positiv aufgenommen. Die Studierenden erlernten in dem Projekt wichtige Kenntnisse über die praktischen Anforderungen der Regionalentwicklung vor Ort.


Statuskonferenz im BMBF-Projekt „Regiobranding“

Jessica Matloch hat am 20. Juli 2016 auf der Statuskonferenz des BMBF-Projekts „Regiobranding“ in Hamburg gemeinsam mit Projektpartnern von der Leibniz Universität Hannover Zwischenergebnisse aus der Haushaltsbefragung für die Fokusregion Lübeck-Nordwestmecklenburg vorgestellt. In der anschließenden Podiumsdiskussion hat sie mögliche Umsetzungen hinsichtlich der aufgedeckten Potenziale mit den Praxispartnern und anderen Akteuren aus der Region entwickelt. Im Anschluss an die Statuskonferenz wurde die Weiterführung des Projekts bis 2019 vom BMBF bewilligt.


Seminar der BMBF-Innovationsgruppe „Regiobranding“

Die vom BMBF geförderte Innovationsgruppe „Regiobranding“ hat am 21. Juni 2016 in Hamburg ein Fachseminar in Hamburg durchgeführt. Schwerpunkt dieses Seminars war der Wissenstransfer innerhalb großer Projektverbünde. Nach einer theoretischen Einleitung erfolgte eine Aufteilung in Kleingruppen zu den Kommunikationstechniken Science Slam, Kommunikationsspiele und Storytelling. Im Anschluss wurden die Ergebnisse wieder in der größeren Gruppe zusammengetragen und diskutiert. An dem Seminar nahmen Beteiligte verschiedener anderer durch das BMBF geförderter Innovationsgruppen teil.


Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Daniel Schiller

Prof. Dr. Daniel Schiller feiert am 28. Juni 2016 seinen Einstand an der Universität Greifswald im Rahmen einer Antrittsvorlesung. Der Titel der Antrittsvorlesung lautet „Universitäten und nachhaltige Regionalentwicklung“. Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen finden Sie hier.


Diskussionsveranstaltung zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen

Am 16. Juni 2016 waren Anna Maria Reimer (Referentin für Flucht & Asyl, Agentur für Arbeit Greifswald), Ines Neumann und Marina Timofeeva (beide genres e.V.) auf Einladung des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeographie in der Makarenkostr. 22 zu Gast. Sie diskutierten die Greifswalder Erfahrungen bei der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen mit Studierenden und Mitarbeitern der Geographie. Die Veranstaltung wurde von Miriam Richter-Tokar und Prof. Dr. Daniel Schiller im Rahmen des Moduls „Globalisierung und Mobilität“ des Masterstudiengangs „Tourismus und Regionalentwicklung“ organisiert. Die Diskussion eröffnete vielfältige Forschungsperspektiven für eine zukünftige wissenschaftliche Befassung mit dem Thema.


Befragung zu regionalen Produkten in den Steinburger Elbmarschen

Studierende des Bachelorstudiengangs Geographie haben vom 13.-17. Juni 2016 in den Steinburger Elbmarschen (Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein) Interviews zu den Entwicklungspotentialen für regionale Produkte geführt. Dabei wurden verschiedene Akteure entlang der Wertschöpfungskette erfasst (Produktion, Verarbeitung, Handel und Konsumenten). Die Ergebnisse des Projekts werden am 27. Juli 2016 im Kreis Steinburg präsentiert. Die Untersuchung findet im Rahmen des Moduls „Angewandte Geographie“ unter Leitung von Jessica Matloch und Prof. Dr. Daniel Schiller statt.


Vorstellung eines Arbeitspapiers im Doktorandenseminar

Arne Bünger hat auf dem 2. Doktorandenseminar des Projektverbundes „Sustainability Transitions“ am 03. Juni 2016 sein Papier mit dem Titel „Niche-regime interaction in localised production networks: conceptual considerations and empirical illustrations from three regions of intensive livestock production in Europe“ vorgestellt. Der Beitrag wurde ebenfalls für die 7. International Sustainability Transitions Conference in Wuppertal (06.-09. September 2016) angenommen.


Befragung zu Studienortwahl und Studienzufriedenheit der Greifswalder Studierenden

Studierende des Bachelorstudiengangs Geographie haben zwischen 31. Mai und 02. Juni 2016 insgesamt 365 Studierende der Universität Greifswald zu ihrer Studienortwahl und Studienzufriedenheit befragt. Die Befragung fand im Rahmen des Moduls „Methoden der empirischen Sozialforschung“ unter Leitung von Frauke Richter und Prof. Dr. Daniel Schiller statt. Die Daten werden im Rahmen der Lehrveranstaltung ausgewertet und durch qualitative Interviews ergänzt.


Werkstattgespräch im Projekt Regiobranding

Am 25. Mai 2016 fand in der Fokusregion Griese Gegend-Elbe-Wendland ein Werkstattgespräch statt. Im Rahmen der Veranstaltung stellten Jessica Matloch und Linda Lange (Leibniz Universität Hannover) ein gemeinsames Konzept zum finanziellen und ehrenamtlichen Engagement für die Kulturlandschaft zur Diskussion. Außerdem präsentierte Christina Reissmann die Ergebnisse ihrer Masterarbeit zu den Entwicklungspotenzialen durch Künstlerinnen und Künstler in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Lüchow-Dannenberg.


Werkstattgespräch im Projekt Regiobranding

Am 9. Mai 2016 fand in der Fokusregion Lübeck-Nordwestmecklenburg ein Werkstattgespräch statt. Hierbei wurden die wissenschaftlichen Ergebnisse mit dem Expertenwissen der Akteure aus der Region abgeglichen. Frauke Richter stellte ihre Masterarbeit zur „Wahrnehmung und Wertschätzung der Kulturlandschaft durch Touristen und Einheimische“ vor. Auf einer Exkursion besuchte das Projektteam verschiedene Orte in der Fokusregion.