Aktuelles

Stellenausschreibung (18/Ma37)

wissenschaftliche Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (Postdoc)

An der Universität Greifswald sind im Bereich der interdisziplinären Forschung zum Ostseeraum sechs Stellen für vollzeitbeschäftigte wissenschaftliche Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (Postdoc) zunächst befristet für den Zeitraum vom 01.04.2019 bis zum 31.03.2021 zu besetzen. Davon wird eine Stelle am Lehrstuhl für Nachhaltigkeitswissenschaften und Angewandte Geographie in der AG Nachhaltigkeit und Transformation besetzt werden. Mögliche Forschungsinhalte wären Bedingungen für Verhaltensänderungen zu mehr Nachhaltigkeit in unterschiedlichen Bereichen wie Ernährung, Mobilität und Konsumverhalten im Allgemeinen. Daher sind auch Bewerbungen von Umweltpsychologinnen/Umweltpsychologen herzlich willkommen.

Die Stellen sind teilzeitgeeignet. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L Wissenschaft.

Forschungsarbeiten zum Ostseeraum stellen einen traditionellen Forschungsschwerpunkt der Universität Greifswald dar, der durch eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit ausgebaut werden soll. Daher lädt die Universität Greifswald Nachwuchsforscher und Nachwuchsforscherinnen ein, gemeinsam mit den jeweiligen Greifswalder Arbeitsgruppen sechs Rahmenthemen für Nachwuchsforschungsgruppen zu entwickeln und einen Fördermittelantrag vorzubereiten.

Die Stellenauschreibung und Informationen zu Arbeitsaufgaben und Einstellungsvoraussetzungen sind unter diesem Link zu finden.

Neue Mitarbeiterin Gloria Denfeld

Elternzeitvertretung für Uta Runst

Gloria arbeitet seit Januar 2019 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Nachhaltigkeitswissenschaft und Angewandte Geographie. Sie studierte Landschaftsökologie und Naturschutz an der Universität Greifswald. Nach ihrem Bachelor Studium 'Lanschaftsökologie und Naturschutz' mit den Schwerpunkten Schutzgebietsmanagement und Gewässerökologie arbeitete sie zunächst im Planungsbüro UmweltPlan in Stralsund. Neben ihrem Masterstudium 'Landscape Ecology and Nature Conservation' arbeitete sie weiter als Werkstudentin bei UmweltPlan und später am Thünen Institut für Ostseefischerei in Rostock. Dort schrieb Gloria auch ihre Masterarbeit mit dem Titel 'Motivation und Einstellung der marinen Freizeitfischerei zum Thema Meeresmüll an der deutschen Ostseeküste'.

April 2019 | Fachtagung "Nachhaltige Landwirtschaft und tierische Nahrungsmittel - offene Fragen einer Transformation zur Nachhaltigkeit"

05./06. April 2019 in Wittenberg (per Bahn ca. 30 Min. von Berlin entfernt)

Am 05./06. April 2019 findet die Tagung zum Thema "Nachhaltige Landwirtschaft und tierischer Nahrungsmittel - offene Fragen einer Transformation zur Nachhaltigkeit" in Wittenberg statt. Organisiert wird sie von Prof. Dr. Felix Ekardt (Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik, Leipzig/Berlin), Prof. Dr. Susanne Stoll-Kleemann (Universität Greifswald) und der Evangelischen Akademie Wittenberg.

Die Tagung bringt Expert/innen mit human- und naturwissenschaftlichem Hintergrund zusammen zu Fragen nachhaltiger Landwirtschaft. Diskutiert wird, welche Beiträge Verhaltensänderungen einerseits und technische Konsistenz- und Effizienzstrategien andererseits zu einer nachhaltigen Landwirtschaft im Bereich tierischer Nahrungsmittel leisten können und müssen – und wie gesellschaftlicher Wandel möglich ist. Behandelt wird ferner, wie ein regulatorischer Rahmen aussehen könnte, der die bestehenden klima-, biodiversitäts-, gewässer-, stickstoff- und bodenpolitischen Ziele ernst nimmt und deshalb ohne fossile Brennstoffe auskommen sowie die Tierhaltung stärker auf Weideflächen fokussieren muss. Damit werden auch kontroverse Fragen angesprochen, etwa wie dauerhaft die Nährstoffversorgung von Pflanzen sichergestellt werden kann, wie eine langfristige Kontamination der Böden mit Schwermetallen vermieden werden kann und ob eine vegane Landwirtschaft überhaupt denkbar wäre.

Zwei Publikationen über die Rolle von Biosphärenreservaten im Anthropozän veröffentlicht

Die Artikel von Prof. Dr. Susanne Stoll-Kleemann und Kolleg/innen beschreiben die Bedeutung von Biophärengebieten im Zeitalter des Anthropozäns. Als Pioniere nachhaltiger Entwicklung sind sie als zentral für gesellschaftliche Transformationen und das Erreichen der Sustainable Development Goals (SDGs) einzustufen. Zudem werden Kriterien für die Neugründung und Evaluation von Biosphärenreservaten geprüft:

 

Stoll-Kleemann S, O'Riordan T (2017) The challenges of the anthropocene for biosphere reserves. Parks 23.1: 89-100. doi: 10.2305/IUCN.CH.2017.PARKS-23-1SS-K.en. PDF

Pool-Stanvliet R, Stoll-Kleemann S, Giliomee JH (2018) Criteria for selection and evaluation of biosphere reserves in support of the UNESCO MAB programme in South Africa. Land Use Policy 76. 654-663. doi: 10.1016/j.landusepol.2018.02.047. PDF

 

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Der Lehrstuhl für Nachhaltigkeitswissenschaft und Angewandte Geographie

Nachhaltigkeitswissenschaft beschäftigt sich inter- und transdisziplinär mit den Themengebieten der Nachhaltigkeit. Das Konzept der Nachhaltigkeit bzw. nachhaltiger Entwicklung wurde 1987 durch den sogenannten Brundtland-Bericht "Unsere gemeinsame Zukunft" für die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Öffentlichkeit vorgestellt. Es bildet eine wichtige Grundlage für die 1992 auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro beschlossene Agenda 21.

Das Konzept beruht auf folgenden Grundprinzipien:

 

  • Verknüpfung zwischen Umwelt- und Entwicklungsaspekten
  • intra- und intergenerationale Gerechtigkeit
  • Eine gleichrangige Betrachtung der drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie, Soziales

 

Gemäß der Agenda 21 kommt der Wissenschaft eine wichtige Rolle bei der Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung zu. In diesem Sinne werden an die Nachhaltigkeitswissenschaft folgende Anforderungen gestellt:

 

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Natur- und Sozialwissenschaften
  • Erforschung und Analyse von Nachhaltigkeitsproblemen
  • Transdisziplinäre Integration in die Praxis

 

Diese Anforderungen werden am Lehrstuhl für Nachhaltigkeitswissenschaft und Angewandte Geographie umgesetzt. Die Mitarbeiter verfügen über vielfältige disziplinäre und interdisziplinäre Hintergründe, so dass ökologische und sozioökonomische Forschung ermöglicht wird. Der Schwerpunkt der Forschungsprojekte liegt auf Biosphärenreservaten (BR) als Lehr- und Lernstätten für nachhaltige Entwicklung sowie auf der Effektivität ihres Managements. Durch Fallstudien wird ein enger Praxisbezug und eine hohe Relevanz der Forschungsergebnisse für die Arbeit in den BR ermöglicht. National und internationel besteht enge Zusammenarbeit mit verschiedenen BR, u.a. mit den BR Schaalsee und Südost-Rügen, aber auch mit Gebieten in Indonesien oder Mexiko.

Die Idee der Nachhaltigkeitswissenschaft wird in vielfältigen Lehrveranstaltungen Studierenden unterschiedlicher Studiengänge vermittelt. 

Kontakt

Institut für Geographie und Geologie

Nachhaltigkeitswissenschaft und Angewandte Geographie

Prof. Dr. Susanne Stoll-Kleemann
Friedrich-Ludwig-Jahn Str. 16
17489 Greifswald

Sekretariat:

Manuela Peters
Telefon +49 (0) 3834 420 4502
Telefax +49 (0) 3834 420 4501
geographieuni-greifswaldde

Sprechzeiten von
Prof. Dr. Stoll-Kleemann

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