Aktuelles

Interdisziplinäres Forschungszentrum Ostseeraum | Kickoff-Workshop des Clusters Nachhaltigkeit

am 07. Juni 2019 in Greifswald

Wie ein nachhaltiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen des Ostseeraums möglich ist, ist eine Kernfrage des neuen Interdisziplinäres Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) an der Universität Greifswald. Auf dem Kickoff-Workshop des Clusters Nachhaltigkeit am 07.06. wird diese Frage von Wissenschaftlern und Praktikern diskutiert werden. Spannende Vorträge und verschiedene Forschungsprojekte zu Themen wie Stickstoff in der Ostsee oder Verhaltensänderung und sozialer Identität werden im Konzilsaal vorgestellt und diskutiert.

Das Programm ist hier zu finden.

Juni 2019 | Fachtagung "Wie der Wandel zur Nachhaltigkeit gelingt - Globale Umweltziele versus Vielfliegen, Fleischkonsum und Plastikflut"

03. Juni 2019 in Berlin

Am 03. Juni 2019 findet die Tagung "Wie der Wandel zur Nachhaltigkeit gelingt - Globale Umweltziele versus Vielfliegen, Fleischkonsum und Plastikflut" statt. Organisiert wird sie von Dr. Michael Hartmann, Prof. Dr. Felix Ekardt (Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik), Prof. Dr. Susanne Stoll-Kleemann (Universität Greifswald) und der Evangelischen Akademie Berlin.

Die Tagung bringt Expert/innen mit human- und naturwissenschaftlichem Hintergrund zu globalen Umweltthemen zusammen. Globale Umweltziele bei Klima und Biodiversität werden offiziell allseits befürwortet. Niemand scheint sich an den deutlichen Wiedersprüchen zu stören, wenn wir uns als Umwelt-Vorreiter feiern. Kein Einsatz fossiler Brennstoffe bei Strom, Wärme, Mobilität, kein Plastik und eine Landwirtschaft, die weniger tierische Nahrungsmittel erzeugt, wären die Konsequenzen aus diesen Zielen. Alle hoffen auf technische Lösungen, obwohl wegen der Größe der Herausforderung ziemlich sicher neben "smartem Konsum" auch "weniger Konsum" gefragt ist. Politiker und Wähler - und Unternehmer und Konsumenten - sind voneinander abhängig und schieben sich gegenseitig die Verantwortung für den Wandel zur Nachhaltigkeit zu.

Die Tagung fragt, wie daraus ein produktives Wechselspiel werden kann und wie ambitionierte die globale Umweltziele wirklich sind. Wie komplexe emotionale und rationale Blockaden aufgelöst werden können. Wie neue Gewohnheiten entstehen können, in denen das tägliche Fleisch und die regelmäßigen Urlaubsflüge vielleicht nicht mehr "normal" sind.

Flyer mit Programm zur Fachtagung als PDF.

Aufruf zur Einreichung von Artikel in einer Sonderausgabe in der Zeitschrift 'Sustainability'

Special Issue "Rescaling Conditions Enabling Pro-Environmental Behavior in the Light of Behavioral Geography and Environmental Psychology"

Um Möglichkeiten und Einschränkungen für nachhatige Verhaltensänderung zu identifizieren, wird die besondere Bedeutung des Verhaltens von Akteuren auf individueller und gesellschaftlicher Ebene betrachten. Demnach sollen Einzelindikatoren (wie z.B. Werte, Wissen, Wahrnehmung und Kommunikation) sowie gesellschaftliche Kontexte (wie z.B. Institutionen, Politik, Ökonomie und Kultur) untersucht werden. Es sind sowohl quantitative als auch qualitative (Fall-) Studien sowie Meta-Studien eingeladen, die die Bedeutung und Wirksamkeit von umweltgerechtem Verhalten aufzeigen.

Prof. Dr. Heiko Faust
Prof. Dr. Susanne Stoll-Kleemann
Gastherausgeber

Keywords

  • Behavioral Geography
  • Human behavior
  • Pro-environmental behavior
  • Behavioral change
  • Individual perceptions, initiatives, and constraints
  • Social-ecological transformation
  • Global Environmental Change
  • Environmental Justice

Manuskripte können bis zum 15. November 2019 online hochgeladen und damit eingereicht werden.

Nähere Informationen sind unter diesem Link zu finden.

2019 | Neue Publikation aus dem Projekt "Legato"

Die Publikation aus dem Projekt "Legato" gibt Einblick in die Ergebnisse qualitativer Interviews mit Reisbauern in Vietnam und auf den Philippinen über deren Wahrnehmung von Verbesserungen der Ökosystemsystemdienstleistungen durch veränderte Landnutzungsbedingungen (Intensität, Verwendung von Pestiziden, etc.).

Settele J, Spangenberg J H, Heong K L, Kühn I, Klotz S, Arida G, ... , Stoll-Kleemann S, ... , & Van Chien H (2019) Rice Ecosystem Services in South-East Asia: The LEGATO Project, Its Approaches and Main Results with a Focus on Biocontrol Services. In Atlas of Ecisystem Services (pp. 373-382). Springer, Cham. PDF

Neue Mitarbeiterin Gloria Denfeld

Elternzeitvertretung für Uta Runst

Gloria arbeitet seit Januar 2019 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Nachhaltigkeitswissenschaft und Angewandte Geographie. Sie studierte Landschaftsökologie und Naturschutz an der Universität Greifswald. Nach ihrem Bachelor Studium 'Lanschaftsökologie und Naturschutz' mit den Schwerpunkten Schutzgebietsmanagement und Gewässerökologie arbeitete sie zunächst im Planungsbüro UmweltPlan in Stralsund. Neben ihrem Masterstudium 'Landscape Ecology and Nature Conservation' arbeitete sie weiter als Werkstudentin bei UmweltPlan und später am Thünen Institut für Ostseefischerei in Rostock. Dort schrieb Gloria auch ihre Masterarbeit mit dem Titel 'Motivation und Einstellung der marinen Freizeitfischerei zum Thema Meeresmüll an der deutschen Ostseeküste'.

Weitere News finden Sie hier.

Der Lehrstuhl für Nachhaltigkeitswissenschaft und Angewandte Geographie

Nachhaltigkeitswissenschaft beschäftigt sich inter- und transdisziplinär mit den Themengebieten der Nachhaltigkeit. Das Konzept der Nachhaltigkeit bzw. nachhaltiger Entwicklung wurde 1987 durch den sogenannten Brundtland-Bericht "Unsere gemeinsame Zukunft" für die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Öffentlichkeit vorgestellt. Es bildet eine wichtige Grundlage für die 1992 auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro beschlossene Agenda 21.

Das Konzept beruht auf folgenden Grundprinzipien:

 

  • Verknüpfung zwischen Umwelt- und Entwicklungsaspekten
  • intra- und intergenerationale Gerechtigkeit
  • Eine gleichrangige Betrachtung der drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie, Soziales

 

Gemäß der Agenda 21 kommt der Wissenschaft eine wichtige Rolle bei der Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung zu. In diesem Sinne werden an die Nachhaltigkeitswissenschaft folgende Anforderungen gestellt:

 

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Natur- und Sozialwissenschaften
  • Erforschung und Analyse von Nachhaltigkeitsproblemen
  • Transdisziplinäre Integration in die Praxis

 

Diese Anforderungen werden am Lehrstuhl für Nachhaltigkeitswissenschaft und Angewandte Geographie umgesetzt. Die Mitarbeiter verfügen über vielfältige disziplinäre und interdisziplinäre Hintergründe, so dass ökologische und sozioökonomische Forschung ermöglicht wird. Der Schwerpunkt der Forschungsprojekte liegt auf Biosphärenreservaten (BR) als Lehr- und Lernstätten für nachhaltige Entwicklung sowie auf der Effektivität ihres Managements. Durch Fallstudien wird ein enger Praxisbezug und eine hohe Relevanz der Forschungsergebnisse für die Arbeit in den BR ermöglicht. National und internationel besteht enge Zusammenarbeit mit verschiedenen BR, u.a. mit den BR Schaalsee und Südost-Rügen, aber auch mit Gebieten in Indonesien oder Mexiko.

Die Idee der Nachhaltigkeitswissenschaft wird in vielfältigen Lehrveranstaltungen Studierenden unterschiedlicher Studiengänge vermittelt. 

Kontakt

Institut für Geographie und Geologie

Nachhaltigkeitswissenschaft und Angewandte Geographie

Prof. Dr. Susanne Stoll-Kleemann
Friedrich-Ludwig-Jahn Str. 16
17489 Greifswald

Sekretariat:

Manuela Peters
Telefon +49 (0) 3834 420 4502
Telefax +49 (0) 3834 420 4501
geographieuni-greifswaldde

Sprechzeiten von
Prof. Dr. Stoll-Kleemann

nach Vereinbarung per Mail