Aktuelle Informationen

Expedition mit FS Polarstern ins Südpolarmeer

Vom 15. April bis 31. Mai 2019 war das Forschungsschiff Polarstern auf einer Expedition im südlichen Atlantik unterwegs. Ein interdisziplinäres wissenschaftliches Team verbrachte über sieben Wochen an Bord, um eigene Projekte voranzubringen. Biologen widmeten sich der Untersuchung der Lebewelt an schwarzen und weißen Rauchern, Geochemiker forschten zur Zusammensetzung der an diesen Rauchern austretenden Hydrothermalwässer, Geologen beschäftigten sich mit der Morphologie und dem Aufbau des Meeresbodens und Vulkanologen interessierten sich besonders für die Vulkaninseln der South Scotia Islands. Auch Walbeobachter reisten mit, die mithilfe von Helikopterflügen Zählungen von Walpopulationen durchführten sowie ein Kamerateam des BBC, das Bildmaterial für eine neue Dokumentation (Frozen Planet 2, geplant für 2021) sammelte. https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/Ressources/Public/Flipbook/?path=campus-1456_2019-2#page/15


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Enzyklopädie zu marinen Geowissenschaften erschienen

Buchveröffentlichung

Im Springer-Verlag ist nun (31. Mai 2016) eine Encyclopedia of Marine Geosciences erschienen. Das über 1.000 Seiten starke Werk wurde von Prof. Jan Harff (Universität Szczecin/Polen), Prof. Martin Meschede (Universität Greifswald/Deutschland), Dr. Sven Petersen (Geomar Kiel/Deutschland) und Prof. Jörn Thiede (Koeppen-Labor der Universität St. Petersburg/Russland) herausgegeben.

Die vier Herausgeber, haben in vier Jahren mit einem zehnköpfigen Editorial Board 195 Artikel zum Thema marine Geowissenschaften von 184 Autoren zusammengetragen. Mit einer Reihe von Beiträgen sind sie auch selbst als Autoren in der Enzyklopädie vertreten. Die Enzyklopädie repräsentiert den gegenwärtigen Kenntnisstand in den marinen Geowissenschaften, wobei nicht nur die Grundlagen, sondern auch Anwendungen und spezielle Techniken erläutert werden. Die Enzyklopädie richtet sich an ein breites Feld von Nutzern, von Studenten über Wissenschaftler und Ingenieure hin zu Entscheidern in Industrie und Politik.

Der global wachsende Bedarf an Energie- und Mineralrohstoffen, verlässliche Zukunftsprognosen für klimatische Prozesse und der Küstenschutz zur Minderung der Auswirkungen von Naturkatastrophen erfordern ein umfassendes Verständnis für Strukturen, laufende geologische Prozesse und die Entstehung der marinen Geosphäre. Neben den klassischen Forschungsgebieten der marinen Geologie sind in den vergangenen Jahren zunehmend generelle Konzepte in den Vordergrund getreten, in denen die marine Geophysik, Hydrographie, marine Biologie, Klimatologie und Ökologie zusammengeführt werden. Für dieses neue und komplexe interdisziplinäre Forschungsgebiet ist der Begriff „marine Geowissenschaften“ inzwischen als ein zusammenfassender Überbegriff allgemein akzeptiert. Die Herausgeber hoffen, dass die Enzyklopädie zur Lösung praktischer Aufgabenstellungen im marinen Umfeld beitragen kann.

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Prof. Dr. M. Meschede zum Präsidenten des Dachverbandes Geowissenschaften gewählt

Öffentlichkeit

Am 3. September 2015 fand im Museum für Naturkunde in Berlin die Gründungsversammlung des Dachverbandes Geowissenschaften (DVGeo) statt. Hierbei wurde der Greifswalder Geologe Prof. Dr. Martin Meschede vom Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald als Mitglied der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologischen Vereinigung (DGGV) zum Präsidenten des neugegründeten Dachverbandes gewählt. Der Dachverband Geowissenschaften stellt eine übergreifende geowissenschaftliche Vereinigung dar, die als Interessenvertretung für die Geowissenschaften fungieren soll und seit mehr als 10 Jahren von den geowissenschaftlichen Vereinigungen Deutschlands gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. 

Dem neu gegründeten Verband gehören nun die vier größten geowissenschaftlichen Vereinigungen in Deutschland an: Die Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) mit ca. 3800 Mitgliedern, die zu Beginn dieses Jahres durch die Fusion der zuvor unabhängigen Gesellschaften Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften (DGG) und Geologische Vereinigung (GV) hervorgegangen ist. Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft (DGG) mit ca. 1600 Mitgliedern. Die Deutsche Mineralogische Gesellschaft (DMG) mit ca. 1600 Mitgliedern und die Paläontologische Gesellschaft mit ca. 1000 Mitgliedern. Der DVGeo soll eine neue Plattform für die Geowissenschaften werden, auf der sich alle geowissenschaftlich orientierten Vereine, Institutionen und Interessenverbände wiederfinden. Die vier Gründungsmitglieder möchten erreichen, dass sich weitere, bisher noch nicht im DVGeo repräsentierte Vereine und Institutionen dem Dachverband anschließen, um so zur Profilbildung der Geowissenschaften beizutragen. Zwingend notwendig ist, dass die Geowissenschaften bei den Gesprächen über die MINT-Fächer oder mit dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) als gleichberechtigter Partner wahrgenommen werden. Im Vergleich zu anderen europäischen und außereuropäischen Ländern, ist die Sichtbarkeit der Geowissenschaften im deutschen öffentlichen Blickfeld nicht zufriedenstellend. Dies soll sich ändern! Neben hochschulpolitischen Diskussion möchte der Dachverband zukünftig als Ansprechpartner für Öffentlichkeit und Politik zu geowissenschaftlichen Fragestellungen zur Verfügung stehen. Bei Diskussionen um Endlagerung von radioaktiven Abfällen, Kohlendioxidspeicherung im Untergrund oder die Gewinnung von Kohlenwasserstoffen (Stichwort: Fracking) ist es im öffentlichen Interesse notwendig, fachliche Diskussion neben politischen oder wirtschaftlichen Überlegungen zu führen. Auch bei der Begutachtung von Katastrophenszenarien ausgelöst durch Erdbeben, Vulkanausbrüchen oder Wassermassen sowie Auswirkungen von Klimaveränderungen könnten durch den Dachverband (DVGeo) die jeweiligen Fachleute vermittelt werden.

Eine eigene Geschäftsstelle mit Sitz in Berlin ist in Vorbereitung, bis dahin werden die Vereinsangelegenheiten über die Geschäftsstelle der DGGV in Hannover erledigt.