AdaptInfra - Adaptionsprozesse von Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in ländlich-peripheren Räumen

Adaptionsprozesse von Infrastrukturen           
©Konsortium AdaptInfra

AdaptInfra - Adaptionsprozesse von Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in ländlich-peripheren Räumen

Gefördert durch:
Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG)
Laufzeit: 01.09.2026 – 31.08.2030
Sprecher der Forschungsgruppe:
Prof. Dr. Volker Beckmann
Web-Site: https://adaptinfra.uni-greifswald.de/

Hintergrund:

Ausgangspunkt von AdaptInfra ist die These, dass die Adaption von Infrastrukturen an sich verändernde gesellschaftliche Rahmenbedingungen eine notwendige Voraussetzung für die zukünftige Sicherung der Daseinsvorsorge in ländlich-peripheren Räumen ist. Infrastrukturen werden dabei als soziotechnische Systeme verstanden, die aus materiellen, institutionellen und Akteursdimensionen bestehen.

Ziele des Projektes:

Mit Blick auf die Besonderheiten ländlich-peripherer Räume setzt AdaptInfra sich folgende Ziele:

  • Adaptionsprozesse in Infrastruktursystemen beschreiben und erklären
  • Adaptionsfähigkeit verschiedener Infrastrukturen bewerten
  • Verallgemeinerbare Prinzipien für die Gestaltung adaptiver Infrastrukturen identifizieren

Der konzeptionelle Rahmen stützt sich auf ein soziotechnisches Verständnis von Infrastrukturen und eine systemdynamische Perspektive auf deren Adaption. Im Zentrum der Untersuchung stehen die besonderen Herausforderungen an die Entwicklung und Gestaltung von Infrastrukturen in ländlich-peripheren Räumen. Der Fokus liegt auf Infrastrukturen der Daseinsvorsorge, die die grundgesetzlich verankerte angemessene Teilhabe aller Individuen am gesellschaftlichen Leben im Sinne der Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet sicherstellen sollen (vgl. Art 72, Abs. 2 GG). So zahlreich wie die Güter und Leistungen der menschlichen Grundversorgung, die die Daseinsvorsorge umfasst, sind auch die Infrastrukturen, die hierzu notwendige Voraussetzungen schaffen und Vorleistungen erbringen. Um trotz dieser Verschiedenheit zu verallgemeinerbaren Aussagen zu gelangen, werden im Rahmen von AdaptInfra Adaptions-prozesse verschiedener zentraler Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in sieben Teilprojekten auf der Basis eines innovativen und kohärenten Konzepts der Zusammenarbeit untersucht. Ein Syntheseprojekt, sowie die Untersuchung von Querschnittsaspekten sorgen für eine übergreifende Perspektive.

Aufgaben der AG Humangeographie

Die AG Humangeographie ist für das Teilprojekt (TP 6) „Social Entrepreneurship - Unternehmer*innen als Pionier*innen des Wandels ländlicher Infrastrukturen im Agrar- und Ernährungssystem“ verantwortlich. Das Teilprojekt untersucht die Bedeutung des Phänomens Social Entrepreneurship für den Wandel ländlicher Infrastrukturen der Daseinsvorsorge mit dem Fokus auf das Agrar- und Ernährungssystem. Zudem werden explizite Bezüge zu anderen ländlichen Infrastrukturen der Daseinsvorsorge berücksichtigt, z. B. in den Bereichen Care (Pflege, Kinderbetreuung), Bildung und Kultur. Damit wird eine innovative, konzeptionelle Schnittstelle zwischen den Agri-food Studies einerseits sowie der ländlichen Infrastruktur- und Entrepreneurship-Forschung anderseits hergestellt. Im Mittelpunkt stehen soziale Unternehmer*innen als Nischenakteur*innen, die innovative Lösungen für aktuelle soziale oder ökologische Probleme finden und als Pionier*innen des Wandels agieren.

Stellenausschreibung 26Sa-16

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in - Humangeographie - Universität Greifswald