GfG-Vorpommern Vortragsankündigung "Island – Insel aus Feuer und Eis: ein aktueller Reisebericht"

Island – Insel aus Feuer und Eis:
ein aktueller Reisebericht

Wer träumt nicht davon, einmal seinen Fuß auf die mystische Insel mitten im Nordatlantik zu setzen, der Heimat von Elfen und Trollen, aber auch von gastfreundlichen Nachfahren der Wikinger. Im Oktober 2025 war es soweit: Aufbruch zu einem zweiwöchigen Rundtrip im Uhrzeigersinn mit längeren Aufenthalten im zentralen Hochland, wo sich um diese Jahreszeit kaum noch Touristen verirren und man unglaubliche Naturwunder in völliger Abgeschiedenheit erleben kann.

Geologisch ist Island besonders aufgrund seiner Lage auf dem Reykjanes-Rücken interessant. Dieser Teil des Mittelatlantischen Rückens übersteigt als einziger über eine längere Strecke den Meeresspiegel. Mehrere Riftzonen queren die mit knapp 20 Mio. Jahren recht junge Insel in Richtung Südwest-Nordost. Im Zusammenspiel mit dem Aufstieg heißer Gesteinsmassen aus tieferen Mantelbereichen (Mantel-Plume) ergibt sich eine besonders hohe vulkanische Aktivität.

Basaltische Stricklaven und Pyroklastika, aber auch Obsidianströme sind häufig nur gering verwittert. Sie dokumentieren junge Ausbrüche der Vulkansysteme Hekla, Askja und Laki sowie die Entstehung von Tuffringen am Myvatn. Dass die Ausbrüche oftmals unter Eisbedeckung erfolgten, lässt sich sowohl an einer speziellen Morphologie (flachgipflige Vulkane mit steilen Flanken) erkennen als auch an Moberg genannte Palagonit-Klippen, die aus gelbbräunlich umgewandelten Basaltglas bestehen.

Faszinierend sind auch kalbende Gletscher, die zahllosen Wasserfälle, welche sich über treppenartige Absätze aus Basaltsäulen stürzen sowie heiße Quellen und Geysire. Ein nächtliches Bad im Thermalwasser bei Landmannalaugar, untermalt mit Polarlichtern, gehört wohl zu den unvergesslichsten Reiseeindrücken, über die Dr. Karsten Obst (Greifswald) in einem Vortrag berichten wird. Dieser findet im Rahmen der „Greifswalder Geowissenschaftlichen Abende“ am Freitag, den 23. Januar 2026 um 19.30 Uhr an der Universität Greifswald, im Hörsaal der Geologie (Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 17a) statt.